Ovaprene: Bayer erhält Rechte an hormonfreiem Vaginalring

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Berlin - Bayer hat mit Daré Bioscience einen Lizenzvertrag für ein hormonfreies Verhütungsmittel geschlossen: Ovaprene befindet sich derzeit noch in der klinischen Entwicklungsphase. Der nun unterzeichnete Vertrag sichert Bayer die Vermarktungsrechte in den USA, sobald das Produkt durch die US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen wird.

Das Interesse an hormonfreien Verhütungsalternativen ist groß. Bald könnte eine neue Variante in den USA auf den Markt kommen: Ovaprene ist ein hormonfreier, monatlich zu wechselnder Vaginalring zur Empfängnisverhütung. Derzeit befindet er sich noch in der klinischen Entwicklung, wird er zugelassen, könnte er das erste monatlich anzuwendende, hormonfreie Verhütungsmittel sein.

Der Verhütungsring wird vaginal angewendet. Vor Ort setzt er einen lokal wirksamen, nichthormonellen Wirkstoff frei, der die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt. Zudem soll die Polymerstruktur eine physische Barriere darstellen, durch die die Spermien davon abgehalten werden in den Gebärmutterhals zu wandern. In einer klinischen Studie konnte Ovaprene bereits einen Postkoitaltest bestehen. Mit einem solchen Test kann die Spermiendurchlässigkeit des Zervixschleims geprüft werden: Etwa sechs bis zwölf Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wird dazu Sekret aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen und auf Anzahl, Beweglichkeit und Überlebensfähigkeit der Spermien untersucht.

Bei allen untersuchten Frauen und Zyklen wurden nahezu alle Spermien vom Eintritt in den Gebärmutterhals abgehalten. Dies wird als Messwert für die empfängnisverhütende Wirkung betrachtet. Die Ergebnisse des Postkoitaltests sollen demnach die weitere klinische Entwicklung von Ovaprene untermauern. Zudem zeigten die Daten das Potenzial des Verhütungsrings, das erste hormonfreie, monatliche Verhütungsmittel für Frauen zu werden. „Für Bayer als ein führendes Unternehmen im Bereich Frauengesundheit stellt die Kollaboration mit Daré Bioscience zu Ovaprene eine passende strategische Ergänzung zur Realisierung unserer Vision, Frauen verschiedene Verhütungsoptionen anbieten zu können, dar“, erklärte Dr. Marianne De Backer.

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