mRNA: Kein erhöhtes Impfrisiko für Schwangere & Kind

, Uhr

Berlin - Die Corona-Impfungen polarisieren und sorgen teilweise für Bedenken. Unter anderem haben junge Frauen und Schwangere oft Sorge vor einem erhöhten Impfrisiko. Eine Auswertung der Impfkampagne aus den USA zeigt nun jedoch keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko – sowohl für die Schwangere wie auch für das ungeborene Kind.

Schon zu den meisten Arzneimitteln lassen sich nur schwierig Aussagen zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit machen, denn Schwangere werden in der Regel von klinischen Studien ausgeschlossen. Daher ist auch die Verabreichung der Corona-Impfungen bislang bei Schwangeren nicht umfangreich getestet worden.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (Stiko) raten derzeit von einer Impfung für Schwangere ab. In den USA hingegen wird von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Abstimmung mit dem American College of Obstetricians and Gynecologists und der American Academy of Pediatrics auch Schwangeren eine Impfung gegen Sars-CoV-2 empfohlen.

Mithilfe der speziellen Datenbank „V-safe“ sollen auftretende Probleme dabei frühzeitig erkannt werden: Frauen, die in den 30 Tagen vor der letzten Regelblutung oder während der Schwangerschaft geimpft wurden, können sich freiwillig auf der Plattform registrieren. Danach erfolgt eine regelmäßige Abfrage zum Zustand und dem Ausgang der Schwangerschaft.

Bis Ende Februar haben sich dort mehr als 35.600 Frauen registriert und ihre Daten angegeben. Alle erhielten die mRNA-Vakzine von Biontech/Pfizer oder Moderna. Bislang konnte anhand der Daten bei einer Analyse keine Häufung von Komplikationen bei Schwangeren ermittelt werden. Auch das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) der CDC konnte keinerlei Hinweise liefern.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Unter Einhaltung der Corona-Regeln
Bus und Bahn: Kein erhöhtes Infektionsrisiko »
Chronische Nierenerkrankung und Typ-2-Diabetes
Bayer: Ist Finerenon der neue Blockbuster? »

Mehr aus Ressort

Die Galenik macht den Unterschied
Methylphenidat: Aristo bringt Tageskapsel »
Weiteres
Hohe Unzufriedenheit mit Abda, BMG und Gematik
E-Rezept-Einführung: Apotheken glauben nicht mehr dran»
Callmyapo und deine Apotheke werden abgelöst
Gesund.de: Die Konditionen»
Kein Halbieren mehr nötig
Sanofi: Neue L-Thyroxin-Stärken»
30 Prozent Einbruch bei Erkältung
Bayer: OTC-Geschäft im Minus»
Entscheidung für AstraZeneca
Spahn mit Vaxzevria geimpft»
Engpässe durch Parallelhandel – was tun?
Drei (ungeeignete) Reformvorschläge gegen Reimporte»
Copyright © 2007 - 2021, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst der EL PATO Medien GmbH / Pariser Platz 6A / 10117 Berlin Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Thomas Bellartz / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 204 379 B