Ketamin: Wirkung auch über Opioidrezeptoren

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Ketamin ist aus der Anästhesie und Notfallmedizin bekannt, der Wirkstoff wird als Narkose- und Schmerzmittel eingesetzt. Zudem wird Ketamin in der Behandlung des therapieresistenten Status asthmaticus verwendet. Die Substanz wird zur Anwendung bei Depressionen untersucht. So setzt die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität München die Substanz in der antidepressiven Therapie im Rahmen von Studien ein und beteiligt sich an nationalen und internationalen Forschungsprojekten zu diesem Thema. Auch die Berliner Charité führt Untersuchungen mit Patienten durch.

Depressionen sind biochemisch gekennzeichnet durch ein Ungleichgewicht an Botenstoffen im Gehirn und gehen mit Symptomen wie bedrückte Stimmungslage, Verzweiflung, Antriebslosigkeit, Rückzug aus dem sozialen Leben sowie Schlaf- und Konzentrationsstörungen einher. In schweren Fällen löst die Krankheit Suizidgedanken aus.

Johnson & Johnson analysiert derzeit in Phase-III-Studien (Sustain-1 und Sustain-3) die Sicherheit der Anwendung sowie ein mögliches Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial des potenziellen Arzneistoffs in enantiomerenreiner Form (Esketamin) in Kombination mit einem oralen Antidepressivum. Sustain-1 wurde Ende August abgeschlossen. Mit den Ergebnissen der Langzeitstudie Sustain-3 wird frühestens im September 2021 gerechnet.

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