H1N1 gefährdet Schwangere | APOTHEKE ADHOC
Schweinegrippe

H1N1 gefährdet Schwangere

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Für schwangere Frauen ist eine Infektion mit dem Schweinegrippeerreger H1N1 besonders gefährlich. Wie US-Wissenschaftler berichten, ist das Risiko, während der Erkrankung Komplikationen zu entwickeln, um das Vierfache erhöht. Die Studie ist im Fachmagazin „Lancet“ erschienen.

Die Wissenschaftler der US-Gesundheitsbehörde CDC hatten Daten der ersten beiden Monate nach Ausbruch der Pandemie ausgewertet. In dieser Zeit waren 45 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben, sechs von ihnen waren schwanger. Das entspricht einem Anteil von 13 Prozent. Sie hatten zuvor eine Lungenentzündung entwickelt und mussten beatmet werden.

Die Wissenschaftler geben zwar zu bedenken, dass die Datenlage relativ instabil ist. Trotzdem sei zu erkennen, dass - rein statistisch machen in den USA schwangere Frauen 1 Prozent der Bevölkerung aus - der Anteil der Schwangeren, die an den Folgen der Infektion gestorben sind, überproportional groß ist.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO weist darauf hin, dass Frauen vor allem im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel gefährdet seien. Neben dem Risiko für die eigene Gesundheit seien auch häufiger Fehlgeburten möglich.

Schwangere sollten bei den ersten Krankheitsanzeichen sofort einen Arzt aufsuchen, empfiehlt die WHO. Innerhalb von 48 Stunden sollte die Therapie mit dem Neuraminidasehemmer Oseltamivir beginnen. Außerdem hat die WHO Schwangere auf die Liste der Risikopatienten gesetzt, die - sobald der Pandemieimpfstoff verfügbar ist - mit als erste Gruppe geimpft werden sollen.

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