Antidiabetika

Grünes Licht für Ertugliflozin APOTHEKE ADHOC, 29.01.2018 14:23 Uhr

Steglujan ist als fixe Kombination aus Ertugliflozin und Sitagliptin ebenfalls zur Senkung des Blutzuckers geeignet. Sitagliptin ist ein Inhibitor der Dipeptidylpeptidase 4 (DPP-4), die für den Abbau des Hormons Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1) verantwortlich ist. Eine Hemmung der DPP-4 reduziert die Spaltung und Inaktivierung des Inkretinhormons, was in der Folge die Freisetzung von Glucagon hemmt und zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führt.

Steglujan ist zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle indiziert bei Erwachsenen ab 18 Jahren mit Typ-2-Diabetes, zusätzlich zu Diät und Bewegung. Infrage kommt der Einsatz bei Patienten, bei denen Metformin und/oder ein Sulfonylharnstoff und einer der Wirkstoffe von Steglujan keine ausreichende glykämische Kontrolle gewährleisten sowie bei Patienten, die bereits mit der Kombination von Ertugliflozin und Sitagliptin behandelt wurden. Das Arzneimittel wird in der Stärke 5/100 mg oder 15/100 mg in Form von Filmtabletten erhältlich sein.

Die häufigsten Nebenwirkungen dieser Blutzuckersenker sind vulvovaginale mykotische Infektionen und andere weibliche Genitalmykosen. Bei der Kombination mit Metformin können zusätzlich Störungen des Magen-Darm-Trakts auftreten. Dazu gehören beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen sowie Appetitlosigkeit. Schwere Ketoazidosen sind selten.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema