SGLT-2-Hemmer

Warnhinweis: Zehenamputationen APOTHEKE ADHOC, 12.05.2017 13:17 Uhr

Berlin - Die Bewertung der Hemmer des natriumabhängigen Glukosetransporters Typ 2 (SGLT-2) wird seit Monaten diskutiert. Nun hat der Pharmakovigilanzausschuss (PRAC) eine Empfehlung ausgesprochen: Künftig muss ein Warnhinweis zum Risiko für Zehenamputationen in die Produktinformation aufgenommen werden.

Die Langzeitstudie Canvas (Canagliflozin Cardiovascular Assessment Study) zeigte ein erhöhtes Risiko für die Amputation der unteren Extremitäten. Die Studie diente der Analyse von kardiovaskulären Endpunkten unter einer Behandlung mit Canagliflozin. Der SGLT-2-Hemmer ist zugelassen zur Behandlung von Diabetes Typ-2 in Einzel- oder Kombinationstherapie als Ergänzung zu Bewegung und einer Diät.

Canagliflozin, Dapagliflozin, Empagliflozin blockieren den Natrium-Glukose-Cotransporter-2 (SGLT-2) in der Niere. Sie erhöhen die Glukose-Ausscheidung über den Urin und senken so den Blutzuckerspiegel. In Deutschland sind aktuell keine Canagliflozin-haltigen Präparate auf dem Markt.

Bislang ist für Dapagliflozin und Empagliflozin kein erhöhtes Risiko für Amputationen bekannt und die Datenlage lückenhaft. Dennoch kann ein Gruppeneffekt der Wirkstoffe nicht ausgeschlossen werden. Der PRAC empfiehlt daher, einen Warnhinweis in die Produktinformationen aller SGLT-2-Hemmer aufzunehmen. Die Patienten, die mit den Wirkstoffen behandelt werden, sollten auf die Notwendigkeit einer routinemäßigen Fußpflege aufmerksam gemacht werden.
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