SGLT2-Hemmer

Warnhinweis: Amputationen unter Canagliflozin Nadine Tröbitscher, 13.02.2017 14:03 Uhr

Berlin - Unter Therapie mit dem SGLT2-Hemmer Canagliflozin ist das Risiko für Zehenamputationen erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt der Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Eine abschließende Entscheidung wird nun vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) getroffen.

Für die anderen Wirkstoffe der Arzneistoffklasse, Dapagliflozin und Empagliflozin, seien die aktuell verfügbaren Daten lückenhaft und zeigten bislang kein erhöhtes Risiko, so der PRAC. Weitere Daten aus noch laufenden Studien werden erwartet.

Trotzdem sollten laut Empfehlung die Produktinformationen künftig einen entsprechenden Warnhinweis zum Risiko von Amputationen der unteren Extremitäten, vorwiegend der Zehen, enthalten. Die Ergänzung solle auch die Bedeutung einer regelmäßigen vorbeugenden Fußpflege unterstreichen.

Für den Wirkstoff Canagliflozin wird empfohlen, die Amputation der unteren Extremitäten als „gelegentlich vorkommende Nebenwirkung“ in die Produktinformation aufzunehmen. Somit können ein bis zehn Patienten von 1000, die mit dem SGLT2-Hemmer behandelt werden, eine Amputation erfahren. Ärzte sollten die Therapie mit dem Wirkstoff abbrechen, sobald ausgeprägte Komplikationen wie Infektionen oder Hautgeschwüre an den Füßen auftreten.

Welcher Mechanismus dem erhöhten Risiko für Canagliflozin zu Grunde liegt, ist bislang unklar. Ein erhöhtes Risiko liege laut der Experten besonders bei schlecht eingestellten Diabetikern und Patienten mit bestehenden Problemen des Herzens und der Blutgefäße vor.
  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Apothekenkooperationen

Doppelspitze für Farma-Plus»

Apothekenkosmetik

Caudalíe bei Flaconi»

Versandapotheken

So viel erwirtschaften DocMorris & Co.»
Politik

„Der Gesundheitsminister macht, was er will“

Pharmaziestudent schreibt an Kramp-Karrenbauer»

Staatsdienst

Polizei sucht Ärzte»

Kassenchef Christopher Hermann

AOK: Mr. Rabattvertrag hört auf»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

Therapieresistente Depression

FDA: Zulassungsempfehlung für nasales Esketamin»

Parallelimporte

Weitere Arzneimittel auf „Sperrliste“»

Schilddrüsenpräparate

L-Thyrox: Hexal bringt Kalenderpackung»
Panorama

Großhändler

Bombenfund: Alliance Nürnberg kann nicht mehr liefern»

Versandhandel

Homöopathie-Regal bei Ebay»

Urlauber willkommen

Schlafen in der Apothekerwohnung»
Apothekenpraxis

LABOR-Download

Kundenflyer: Angaben zur Blutzuckermessung»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Sicherheits-Merkmal für Apotheken»

Warenwirtschaft

Securpharm in der Lochkarten-Apotheke»
PTA Live

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»

Rezeptur

Isotonisierung von Augentropfen: So wird gerechnet»

Völker-Schule Osnabrück

PTA-Erfolgsquote: 100 Prozent bestanden»
Erkältungs-Tipps

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»

Erkältung

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»