Verwechslung

Ferinject: Methylenblau statt Eisen APOTHEKE ADHOC, 05.12.2018 14:05 Uhr

Berlin - Im November hatte in einer spanischen Klinik eine Krankenschwester Ferinject (elementares, dreiwertiges Eisen als Eisencarboxymaltose, Vifor) als blaue Lösung vorgefunden. Üblicherweise handelt es sich um eine dunkelbraune, nicht durchsichtige, wässrige Lösung. Für den deutschen Markt gibt der Hersteller Entwarnung. Die Schweizer Gesundheitsbehörde Swissmedic ist strenger.

In Spanien wurde die betroffene Charge – mit einem nicht konformen Vial – sicherheitshalber zurückgerufen. Möglicherweise liegt eine Verwechslung mit einer Ampulle vor, die mit einer Methylenblau-Lösung gefüllt ist, teilt eine Sprecherin mit. Derzeit wisse man noch nicht, an welchem Punkt die Verwechslung aufgetreten ist. Es handelt sich um einen Einzelfall. In einer Meldung für den Schweizer Markt heißt es: „Es besteht der Verdacht, dass es beim Hersteller zu einer Untermischung von blauen Test Vials gekommen sein könnte.“

Aktuelle Untersuchung sollen Aufschluss geben, wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte. „Wir stehen in engem Austausch mit der zuständigen Oberbehörde in Deutschland. Die betroffene Charge ist nicht für den deutschen Markt bestimmt“, so die Sprecherin. In Absprache mit der Behörde „besteht derzeit keine Notwendigkeit, Ferinject Vials einer zusätzlichen Sichtkontrolle vor Applikation zu unterziehen“.

Anders sieht es in der Schweiz aus. Zwar stamme das Arzneimittel für den spanischen Markt vom selben Produktionsstandort wie jenes für die Schweiz. Jedoch wurde „die vom Vorfall betroffene Charge nicht in die Schweiz geliefert“. In Absprache mit Swissmedic bittet Vifor dennoch, Ferinject vor der Verabreichung sorgfältig zu prüfen. Es soll sichergestellt werden, dass die Lösung braun und nicht tiefblau ist. Zudem wurden weitere Kontrollen als Vorsichtsmaßnahmen beschlossen.

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