FDA-Zulassung für Digital-Abilify

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Berlin - In den USA kommt im nächsten Jahr eine digitale Version von Abilify (Aripiprazol) auf den Markt. Als erstes Medikament ist das Antipsychotikum mit einem eingebauten Sensor ausgestattet. So soll die Therapietreue verbessert werden. Experten fürchten allerdings, dass ein Großteil der Patientenzielgruppe die Einnahme verweigern könnte.

Am späten Montag gab die US-Arzneimittelbehörde (FDA) grünes Licht für die erste digitale Tablette. Die abgewandelte Version von Abilify entstand als Kooperation zwischen dem Pharmahersteller Otsuka und dem Unternehmen Proteus Digital Health, das für die technischen Komponenten zuständig ist.

Das antipsychotisch wirkende Medikament wird mit einem Sensor versehen, das dem behandelnden Arzt übermittelt, ob und wann es eingenommen wurde. Der aus Kupfer, Magnesium und Silikon bestehende Sensor übermittelt ein elektronisches Signal, wenn er mit Magensäure in Berührung kommt. Nach einigen Minuten wird das Signal von einem Pflaster aufgefangen, das an der linken Rippe befestigt und alle sieben Tage gewechselt werden muss.

Das Pflaster sendet Datum und Uhrzeit der Einnahme über Bluetooth an eine mobile App. Diese gibt Patienten die Möglichkeit, zusätzlich ihre Stimmung und Ruhezeiten anzugeben. Alle Informationen werden gebündelt an eine Datenbank übermittelt, auf die alle dazu berechtigten Personen zugreifen können. Patienten, die sich für die Digitalvariante von Abilify entscheiden, können mit ihrer Unterschrift unter entsprechende Formulare ihren Ärzten und bis zu vier weitere Menschen aus ihrem Umfeld den Empfang der Daten erlauben. Über eine Smartphone-App kann der Zugang für einzelne Personen jederzeit wieder geblockt werden.

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