Nach dem Zeckenbiss

Doxycyclin zur Borreliose-Prophylaxe

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Berlin -

Zecken können eine Lyme-Borrelios übertragen. Die Borrelien befinden sich im Verdauungstrakt der Parasiten und werden beim Saugakt auf den Menschen übertragen. Infektionen mit den Bakterien bleiben häufig unbemerkt und können zu schweren Spätschäden führen. Nun zeigen Studienergebnisse, dass die Einnahme von Doxycyclin die Entwicklung der Lyme-Boreliose verhindern kann.

Die Diagnose einer Borreliose kann schwierig sein: Die Symptome sind häufig unspezifisch und treten erst Tage oder sogar Wochen nach dem eigentlichen Zeckenbiss auf. Betroffene bringen die Beschwerden häufig nicht mehr in Zusammenhang oder können sich an einen eventuellen Zeckenbiss nicht mehr erinnern. Die Einnahme von Doxycyclin soll eine Infektion verhindern.

200 mg Doxycyclin können laut einer Studie mit rund 3800 Teilnehmer:innen die Entwicklung einer Lyme-Borreliose verhindern. Alle Proband:innen wiesen zum Zeitpunkt der Einnahme keine Borreliose-Symptome auf. In der Antibiotika-Gruppe erlitten 0,2 Prozent der Teilnehmer:innen ein ungünstiges Ereignis. In der Kontrollgruppe waren es 2,5 Prozent. Zu den ungünstigen Ereignissen zählte neben der Lyme-Borelliose auch die Entwicklung eines Erytheme migrans. Hierbei handelt es sich um den klassischen Ring um die Einstichstelle. Das Symptom gehört zu den häufigsten klinischen Manifestationen der Lyme-Borreliose.

Laut der chinesischen Studie kann die Einmalgabe von 200 mg Doxycyclin also eine Entwicklung der Lyme-Borrelliose verhindern. Der Einsatz sollte jedoch nur im Ausnahmefall erfolgen. Beispielsweise dann, wenn die Zecke während des Rausziehens durch Blutaufnahme anschwillt.

Je länger die Zecke in der Haut verbleibt, umso höher ist das Risiko für eine Borreliose-Infektion. Nach dem Akt des Blutsaugens stößt die Zecke einen Teil ihres Mageninhaltes aus und gibt ihn in die Blutbahn des Menschen ab. So gelangen die Bakterien in den menschlichen Körper. Daher sollten Zecken möglichst schnell mithilfe einer Zeckenzange oder -karte entfernt werden. Am besten sucht man nach jedem Besuch im Freien den Körper gründlich ab. Ein Schutz durch langärmlige Kleidung und zeckenabweisende Sprays kann ebenfalls sinnvoll sein.

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