Covid-19 und Diabetes

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Berlin -

Zur besseren Einschätzung des Krankheitsverlaufs von Diabetikern bei Covid-19 wurden neue Praxisempfehlungen veröffentlicht. Ziel ist es, das Risiko eines schweren Verlaufs zu verhindern. Im Fokus stehen mögliche Wechselwirkungen zwischen antidiabetischen und antiviralen Wirkstoffen.

Bei der Gesamtheit der Patienten, die an Covid-19 erkranken, gehört Diabetes mellitus zu den häufigsten Begleiterkrankungen. Neben der Zuckerkrankheit leiden viele Infizierte auch unter kardiovaskulären Erkrankungen. Deshalb hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) einen Praxisleitfaden zum Diabetes-Management bei einer Corona-Infektion veröffentlicht.

Es wird vermutet, dass Betroffene ein erhöhtes Risiko für akute Lungenschäden, einschließlich akutem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) sowie Multiorganversagen haben. Ziel der neuen Handlungsempfehlungen ist es zum einen, mögliche Interaktionen zwischen antidiabetischen und antiviralen Arzneimitteln zu vermeiden, zum anderen soll auch der gestörte Glukosestoffwechsel berücksichtigt werden. Ein gleichmäßiger Blutzuckerwert senkt nach ersten Erkenntnissen das Risiko schwerer Verläufe.

Die DDG empfiehlt, während der Pandemie den Blutglukosespiegel von Diabetikern und auch von Patienten mit erhöhtem Diabetesrisiko regelmäßig zu kontrollieren. In den aktuellen Handlungsempfehlungen wurden hierfür Blutglukosewerte als Therapieziele definiert, diese gelten ausschließlich für nicht intensivpflichtigen Patienten:

Ideale Plasmaglukose-Konzentration:

  • 70–180 mg/dl oder 3,9–10 mmol/dl
  • HbA1c-Zielwert unter 7,5 Prozent

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