Covid-19: Raucher und COPD-Patienten sind anfälliger

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Beim Rauchen kommt es zudem zur Schädigung des Lungengewebes: Atemwegszellen sterben ab und das Gewebe vernarbt. Die Wände der Zellen in den Lungenbläschen bleiben zudem nicht so lange stabil gegenüber den Viren wie bei Nichtrauchern. Dies führt dazu, dass Viren wie Sars-CoV-2 leichter eindringen können. Einmal im Körper angekommen haben die Erreger oft leichtes Spiel.

Weitere Risikogruppen gefährdet

Neben den Lungenerkrankungen spielen auch andere Vorerkrankungen eine wichtige Rolle: So können kardiovaskuläre Grunderkrankungen wie Hypertonie ebenfalls schwere Krankheitsverläufe mit Sars-CoV-2 begünstigen. Patienten sollten beispielsweise darauf hingewiesen werden, dass die Symptome von Covid-19 die Symptome eines Herzinfarktes überlagern können – somit besteht die Gefahr der Unterdiagnose. Außerdem sollten Herzpatienten zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen beraten werden und wiederholt darauf hingewiesen werden, dass häufiges Händewaschen sowie das Desinfizieren mit viruziden Präparaten ein wichtiger Teil des Infektionsschutzes ist.

Doch auch Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie Rheuma sind betroffen: Patienten mit entzündlichem Rheuma sind zum einen durch die Grunderkrankung an sich und auch durch die bestehende Medikation einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Denn häufig kommen Immunsuppressiva wie Kortisone, Methotrexat, Biologika und JAK-Inhibitoren zum Einsatz. Eine bestehende immunsuppressive Therapie sollte jedoch keinesfalls ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden.

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