Candesartan-Rückruf: Keine Verunreinigung

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Berlin - Zwei Hersteller mussten in den vergangenen Tagen Candesartan zurückrufen, Grund waren fehlerhafte Beschriftungen der Packungen. Zufall oder nicht? Nach dem Valsartan-Skandal des vergangenen Jahres sind viele Apotheker und PTA alarmiert. Die Hersteller geben Entwarnung.

Ende April rief Puren eine Charge Candesartan-Comp (Candesartan/Hydrochlorothiazid) zurück, betroffen waren die Packungen à 98 Stück der Stärken 32 mg/25 mg und 32 mg/12,5 mg. In dieser Woche folgten 14 weitere Chargen. Parallel rief Aristo eine Charge seines Blutdrucksenkers Camlostar (Candesartan, Amlodipin) 8 mg/10 mg zurück, betroffen war ebenfalls die N3-Packung.

Was war geschehen? Die Hersteller entschuldigen sich für den peinlichen Zwischenfall, geben aber Entwarnung: Weder sei eine Verunreinigung die Ursache für den Rückruf, noch stünden die beiden Fälle miteinander in Verbindung. Ludwig Decker, Director Sales & Marketing Generics, erklärt, dass eine Packung in einer Apotheke reklamiert worden war: Der Patient hatte festgestellt, dass auf dem Umkarton eine abweichende HCT-Dosis aufgedruckt war.

Die Rückstellmuster bei Puren waren in Ordnung, da jedoch bei fehlerhafter Dosierung das Risiko einer verstärkten Duirese und Blutdrucksenkung nicht ausgeschlossen werden kann, entschied sich der Hersteller zu einem vorsorglichen Rückruf. Apotheken wurden gebeten, ihr Warenlager zu überprüfen und betroffene Kunden zu infomieren beziehungsweise die Rückgabe der vorhandenen Packungen zu veranlassen.

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