Zeckenbisse

Borreliose-Gefahr für Kinder

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Die von Zecken übertragenen Erreger der Lyme-Borreliose sind bereits bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. Das hat eine bundesweit repräsentative Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) gezeigt. Im Rahmen der sogenannten KiGGS-Studi wurden mehr als 17.600 Jungen und Mädchen bis zu 17 Jahren untersucht.

„Damit konnten wir erstmals zeigen, dass die Lyme-Borreliose bundesweit endemisch ist“, sagt RKI-Epidemiologe Dr. Hendrik Wilking. Bereits 7 Prozent der 14- bis 17-Jährigen sind demnach mindestens einmal von einer infizierten Zecke gebissen worden. Mit einer manifesten Krankheit ist anderen Studien zufolge jedoch nur in etwa einem von 100 Fällen zu rechnen.

Der Anteil der Menschen mit Ansteckungen steigt mit dem Alter – auch weil die Antikörper bis zu zehn Jahre lang im Blut bleiben, so die Experten beim RKI. Aber bereits bei den Drei- bis Sechsjährigen lag die Rate derer, die Antikörper gegen Borrelien gebildet hatten, bei 3 Prozent.

Außerdem zeigte sich: Kinder in großen Städten sind mit knapp 4 Prozent weniger betroffen als Kinder im ländlichen Raum ( 7,1 Prozent), Mädchen weniger als Jungen (4,1 zu 5,5 Prozent) und Kinder mit Migrationshintergrund deutlich seltener als deutschstämmige Kinder (1,9 zu 5,5 Prozent). Dies könne am unterschiedlichem Freizeitverhalten liegen, vermuten die Forscher.

 

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