Beschleunigtes Zulassungsverfahren für Vericiguat

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Berlin - Bayer kann sich Hoffnung auf eine rasche US-Zulassung seines Mittels gegen Herzinsuffizienz machen. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA habe den Antrag zur Prüfung von Vericiguat angenommen und den Status der vorrangigen Prüfung gewährt, teilte Bayer am Donnerstag in Berlin mit. Mit diesem Status wird das übliche Zulassungsverfahren der Behörde deutlich verkürzt. Die FDA werde ihre Entscheidung nun bis zum 20. Januar 2021 treffen, hieß es weiter von Bayer.

Erst jüngst hatte Bayer detaillierte Studiendaten für den gemeinsam mit dem US Pharmakonzern Merck & Co entwickelten Medikamentenkandidaten vorgestellt. Diese hatten erneut gezeigt, dass das Mittel bei Patienten mit sich verschlechternder chronischer Herzinsuffizienz das Risiko eines kardiovaskulären Todes oder einer Krankenhauseinweisung verringert im Vergleich zu einem Placebo in Kombination mit verfügbaren Medikamenten. In der Europäischen Union und in Japan wurden Zulassungsanträge bereits eingereicht.

Analysten hatten zuletzt teils zurückhaltend auf die Ende März vorgestellten Daten reagiert. Richard Vosser von der Bank JPMorgan hatte sich im März von der Effektivität enttäuscht gezeigt, was das kommerzielle Potenzial in dem hart umkämpften Markt dämpfen könnte. Experte Wimal Kapadia vom US-Analysehaus Bernstein Research sah einer Ende Mai veröffentlichten Studie zufolge Vericiguat ebenfalls in einem harten Wettbewerb.

sGC-Stimulatoren

Vericiguat gehört zur Gruppe der sGC-Stimulatoren. Bayer forscht seit Längerem an der relativ neuen Wirkstoffklasse. Die Abkürzung sGC steht für lösliche (soluable) Guanylatcyclase. Hierbei handelt es sich um ein wichtiges Enzym für die Funktion des Herzens und der Blutgefäße. Riociguat (Adempas) kam als erster Vertreter der Gruppe vor sechs Jahren auf den Markt.

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