Mabthera: Warum stimmt die Charge nicht?

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Berlin - Der Reimporteur Milinda hat kürzlich eine Charge seines Krebsmittels Mabthera (Rituximab) zurückgerufen. Die Packungen stehen unter Fälschungsverdacht. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um einen „formalen“ Fehler: Bei der Sekundärverpackung sind nicht korrekte Warenkennzeichnungen aufgefallen.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte am 18. März die Aufsichtsbehörden der Länder über einen neuen Fälschungsverdacht zu Mabthera informiert. Die betroffenen Medikamente mit der Chargenbezeichnung N7035B08 stammen wie schon in früheren Verdachtsfällen aus rumänischen Quellen. Laut PEI wurden die Produkte im Februar von der deutschen Firma Axicorp erkannt, da bei zwei von 15 Packungen die Angaben der Chargennummern auf Primärbehältnis (N7035B08) und Sekundärverpackung (N7037) differierten. Die korrekte Kennzeichnung hätte N7535 lauten müssen.

Nach Angaben von Milinda dauern die Untersuchungen noch an. Es sei noch nicht klar, ob es sich um vertauschte Produkte oder Ware aus einem Diebstahl handele. Mabthera wird in der Krebstherapie eingesetzt. Die Anwendung einer Fälschung kann daher gravierende Folgen haben. Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit rief Milinda daher die gesamte Charge des Infusionslösungskonzentrates zurück.

Der zu Dolorgiet und damit mittlerweile zu Dr. Theiss gehörende Reimporteur hat die betroffene Produkte am 20. November letzten Jahres von seinem niederländischen Lieferanten Dr. Fisher Farma bezogen. Die elf Packungen mit Haltbarkeit bis 4/2017 wurden nach Firmenangaben sofort weiterverkauft und seien „wahrscheinlich schon verbraucht“.
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