Flaschendeckel mit Fälschungsschutz

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Berlin - Verpackungsingenieure haben Verschlusskappen von Arzneimittelflaschen für sich entdeckt: In puncto Design, Sicherheit und Funktion haben sie eine Sonderrolle. Zukünftig sollen Verschlusskappen noch mehr Sicherheit bieten – nicht nur für den Inhalt der Verpackung, sondern auch als Echtheitssiegel.

Ob in der Lebensmittel-, der Kosmetik- oder der Medizinbranche – Verschlusskappen halten frisch, sauber und dichten ab. Mit besonderen Vorkehrungen wollen Hersteller der Deckel mit neuen Technologien den Fälschungsschutz verbessern. So können Verschlusskappen beispielsweise mit der RFID-Technologie ausgestattet werden, einer Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen Identifizieren von Objekten.

Mit einem solchen RFID-Chip in der Verschlusskappe will das Unternehmen eAgile ein neues Sicherheitslevel für Arzneimittel schaffen. Die Pharmabranche kämpft mit vielen Herausforderungen: Produktfälschungen, Verlusten in der Lieferkette durch illegale Abzweigungen und Authentifizierungsschwierigkeiten für den Endkunden. Bislang wird vor allem mit Barcodes auf den Packungen gearbeitet. Allerdings sind diese auf der Sekundärverpackung aufgebracht und schützen nicht das eigentliche Behältnis, in dem sich das Medikament befindet. Der Aufdruck des Codes eröffnet außerdem Fälschern die Möglichkeit, den Barcode zu kopieren.

Die RFID-Technik könnte eine Möglichkeit sein, dies zu ändern. Beim Entwicklungsstart 2010 wurden die Ziele der Ingenieure hoch gesteckt: Ein bislang unerreichtes Sicherheitslevel wurde angestrebt – von der Herstellung bis zum Endverbraucher. Dabei sollten die Kosten für die Integration so gering wie möglich bleiben und den etablierten Herstellungsprozess der Arzneimittel möglichst nicht beeinflussen.

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