Arzneimittelfälschungen

Italienware: Weitere 390 illegale Transaktionen APOTHEKE ADHOC, 04.02.2015 14:51 Uhr

Berlin - In den Fall der in Italien gestohlenen und illegal nach Deutschland importierten Arzneimittel waren offenbar mehr Zwischenhändler involviert als zunächst angenommen. Die italienische Arzneimittelbehörde AIFA habe anhand von Rechnungen weitere 390 illegale Transaktionen identifizieren können, teilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit. Demnach geht die AIFA davon aus, dass im Zuge der aktuellen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen weitere Erkenntnisse gewonnen werden und sich die Zahl entdeckter illegaler Transaktionen weiter verändert.

Laut BfArM sind durch die neuen Erkenntnissen „keine weiteren pharmazeutischen Unternehmen oder Arzneimittel oder Chargen bekannt geworden, die nicht schon Gegenstand früherer Mitteilungen gewesen sind“. Die Situation in Deutschland habe sich daher nicht verändert.

Apotheker, Ärzte und auch Patienten sollten weiterhin auf mögliche Manipulationen von Arzneimitteln und deren Verpackungen achten, empfiehlt das BfArM. Denn jederzeit könnten manipulierte Arzneimittel unabhängig von der Herkunft auftauchen. „Manipulierte Arzneimittel sollen vor der Anwendung zurückgegeben und über die Apotheken an die zuständige Landesbehörde gemeldet werden“, so die Behörde.

Der Fall beschäftigt die italienischen Behörden bereits seit Längerem. Im April 2014 war in Deutschland gefälschtes Herceptin aufgefallen. Danach wurde nach und nach deutlich, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte, sondern dass in Italien wiederholt Arzneimittel illegal in die Vertriebskette eingebracht worden war

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