AMK-Meldungen

Fälschungsverdacht bei Mabthera

, Uhr
Berlin -

Reimporteur Milinda ruft eine Charge seines Krebsmittels Mabthera (Rituximab) zurück. Die Packungen stehen unter Fälschungsverdacht. Der Braille-Aufdruck von Instanyl Nasenspray (Takeda) weist die falsche Konzentrationsangabe auf. Heumann muss mehrere Chargen von Itraconazol-Kapseln zurückrufen. Puren hat ebenso Stabilitätsprobleme wie MIT Gesundheit.

Mabthera wird in der Krebstherapie eingesetzt. Die Anwendung einer Fälschung kann daher gravierende Folgen haben. Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit ruft Milinda daher die Charge N7035B08 des Infusionslösungskonzentrates Mabthera 500 mg zurück.

Sollten Apotheke bereits Packungen der Charge an Ärzte oder Patienten geliefert haben, bittet der Hersteller darum, umgehend über den Chargenrückruf zu informieren und die Rückholung der Präparate zu veranlassen. Die Packungen können dann aus der Apotheke abgeholt werden, teilt Milinda mit.

Takeda hat versehentlich eine fehlerhafte Dosierung auf die Packung des Instanyl Nasensprays (Fentanyl) aufgedruckt. Betroffen sei lediglich der Aufdruck in Blindenschrift, alle weiteren Kennzeichnungen seinen korrekt, so der Hersteller. Betroffen sind die Chargen des Nasensprays à 1,8 ml mit den Bezeichnungen 308501, 321328 und 331928 von Instanyl 50 Mikrogramm pro Dosis. Zum Schutz sehbehinderter Patienten habe man sich entschlossen, die Produkte zurückzurufen, heißt es in der Meldung durch die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).

Heumann ruft mehrere Chargen von Itraconazol 100 mg zurück. Wegen einer Produktumstellung müssen die Chargen 13040193, 13060115, 13070393, 13110050, 13110051, 15033149, 15033157, 15033158 und 15033159 zurück ins Lager. Es handele sich um eine regulatorische Maßnahme, betont der Hersteller. Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Produkte seien nicht beeinträchtigt.

Stabilitätsprobleme zwingen Puren zur Rücknahme der Charge 434015 von Dormo-Puren Tabletten (Nitrazepam) der Packungsgröße 20 Stück. Bei routinemäßigen Untersuchungen seien vermehrt Abbauprodukte des Wirkstoffes festgestellt worden. Apotheken sollen betroffene Ware aus dem Bestand nehmen und bis zur Rücksendung gesondert kennzeichnen und lagern. Die Rücknahme erfolgt über den Großhandel.

MIT Gesundheit ruft zwei Chargen von Cynarix N (Artischockenblätter-Trockenextrakt) zurück. Betroffen sind die Chargen 1336236, 1336237 der Packungen à 50 und 100 Tabletten. Der Hersteller hatte Abweichungen beim Trocknungsverslust festgestellt. Wirkstoffgehalt und biologische Reinheit seien aber unverändert, so der Hersteller. Zurückgesendet werden sollen nur die leeren Faltschachteln von im Lager befindlichen Packungen; der Inhalt selbst kann in der Apotheke vernichtet werden.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Lebensgefährliche Nebenwirkung
Kein Metamizol mehr in Finnland
Mehr aus Ressort
Endocrine Society
Vitamin D nicht für alle
Studie zu Listerine Cool Mint
Krebs durch Mundspülung?

APOTHEKE ADHOC Debatte