Glycerin sorgt für Nebenwirkungen

Trotz Hitze: Auf Slush-Eis besser verzichten

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Berlin -

Knallgelb, blau oder rot und leuchtend pink: Kinder lieben die meist in knalligen Farben angebotenen Slush-Ice-Getränke. Das Problem: Die Drinks können Glycerin enthalten. Die farblose Flüssigkeit ist zwar in der Europäischen Union (EU) als Zusatzstoff E 422 für Lebensmittel zugelassen, kann aber insbesondere bei jüngeren Kindern unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen.

Schon im März hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine Akute Referenzdosis (ARfD) für einen einmaligen Verzehr eines glycerinhaltigen Getränks abgeleitet. Dazu gehören auch Slush-Ice-Getränke. Das zugehörige Gutachten wurde dann im Mai veröffentlicht.

Konkret beträgt die maximale Menge von Glycerin pro Kilogramm Körpergewicht 125 Milligramm. Diese Menge kann bei einem einmaligen Verzehr aufgenommen werden, ohne dass es ein erkennbares Gesundheitsrisiko gibt.

Die von der EFSA abgeleitete ARfD ist im Einklang mit der vom BfR zuvor vorgenommenen Risikobewertung. Das BfR hatte im Februar vergangenen Jahres die Glycerin-Mengen in Slush-Ice-Getränken gesundheitlich bewertet.

Glycerin sorgt für Nebenwirkungen

Das Ergebnis war eindeutig: Jüngere Kinder können bereits bei weniger als 200 Millilitern sogenannter „Slushys“ so viel Glycerin aufnehmen, dass die therapeutisch wirksame Dosis von 250 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht erreicht oder überschritten wird. Infolgedessen kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit.

Das Problem: Für Verbraucher:innen ist es nicht erkennbar, wie viel Glycerin in einem solchen Getränk enthalten ist. Alle, die ihre Gesundheit nicht gefährden möchten, sollten die Verzehrmenge entsprechend gering halten oder ganz auf den Konsum verzichten.

Glycerin gegen Verstopfung

Therapeutisch wird Glycerin innerlich unter anderem bei Verstopfungen eingesetzt. Es wirkt osmotisch und zieht Wasser in den Darm. Dies erhöht das Stuhlvolumen, macht den Stuhl weicher und regt die Darmbewegung an. Bei Hirnödemen oder hohem Augeninnendruck, sprich einem Glaukom, wird es als intravenöses Medikament eingesetzt, um dem Gewebe gezielt Flüssigkeit zu entziehen und den Druck zu senken.

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