Die Zahl der abgerechneten pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) wächst weiter: Im ersten Quartal wurden mehr als 15 Millionen Euro an die Apotheken ausgezahlt – ein neuer Rekord. Die Rücklagen erreichen jetzt fast 600 Millionen Euro. Ab dem kommenden Jahr wird der Topf nicht mehr befüllt.
40,1 Millionen Euro flossen im ersten Quartal in den Fonds, der bereits mit 569 Millionen Euro befüllt war. Abzüglich Verwaltungsausgaben in Höhe der üblichen symbolischen 1000 Euro standen damit 609,1 Millionen Euro zur Auszahlung bereit.
Tatsächlich wurden 15,1 Millionen Euro an die Apotheken ausgeschüttet. Das waren 11 Prozent mehr als im vierten Quartal 2025, aber 53 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Erst seit dem zweiten Quartal 2025 wird überhaupt ein zweistelliger Millionenbetrag pro Quartal abgerufen.
Und auch der Anteil der abgerufenen Mittel im Verhältnis zu den Zuflüssen liegt mit 38 Prozent auf Rekordniveau.
Insgesamt sind nun noch 594 Millionen Euro an Rücklagen vorhanden.
Ab dem kommenden Jahr wird der Fonds nicht mehr befüllt; die 20 Cent je Rx-Packung werden dann für den Notdienst verwendet, sodass der Betrag auf 41 Cent je Packung steigt. So wurde es mit dem Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) beschlossen. Der Nacht- und Notdienstfonds (NNF) muss rechtzeitig melden, wenn die Mittel für pDL zur Neige gehen.