Personalmangel

Spahn will 14 Euro Lohn für Pflegefachkräfte dpa, 05.07.2019 14:41 Uhr

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Pflegefachkräfte eine Bezahlung von mindestens 2500 Euro im Monat erreichen. Dem ARD-Hauptstadtstudio sagte der CDU-Politiker zur Höhe eines Mindestlohns in der Pflege: „Gute 14 Euro - und das ist immer noch wirklich ein Mindestlohn.” Spahn wies darauf hin, dass dies für viele Beschäftigte in der Pflege eine erhebliche finanzielle Verbesserung wäre: „Gerade in der Altenpflege verdienen Zigtausende zum Teil deutlich weniger als diese 2500 Euro.”

Laut Bundesgesundheitsministerium verdienten Fachkräfte in der Altenpflege 2017 in Westdeutschland im Schnitt 2855 Euro brutto und in Ostdeutschland 2356 Euro. Der Mindestlohn für Hilfskräfte in der Altenpflege liegt derzeit bei 11,05 Euro pro Stunde im Westen und in Berlin, im Osten sind es 10,55 Euro. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen nach Arbeitgeberangaben deutlich mehr. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn beträgt derzeit 9,19 Euro in der Stunde.

Das Bundeskabinett hatte im Juni ein Gesetz für höhere Löhne in der Alten- und Krankenpflege auf den Weg gebracht. Ziel ist es, dass möglichst in der gesamten Pflegebranche künftig Tariflöhne gezahlt werden. Gelingt dies nicht, sollen die geltenden Mindestlöhne in der Pflege angehoben und in Ost und West vereinheitlicht werden. Das Gesetz soll im Herbst vom Bundestag verabschiedet werden.

Im Bereich Alten- und Krankenpflege arbeiten rund 1,6 Millionen Menschen. Es sind aber fast 40.000 Stellen unbesetzt – bei einer wachsenden Zahl von Menschen, die auf Pflege angewiesen sind. Die bislang vergleichsweise schlechte Bezahlung ist einer der Gründe dafür, dass der Pflegeberuf unattraktiv ist. Offen ist noch, wie die steigenden Kosten in der Pflege – auch durch höhere Löhne – finanziert werden sollen.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Meerwasserprodukte

Kosmetik vom Nordsee-Apotheker»

Börsenrückzug

Walgreens: Pessinas Deal nimmt Formen an»

Medizinalhanf

Apotheke eröffnet Cannabis-Webshop»
Politik

Bericht von SZ und NDR

Internes Gematik-Papier: Sicherheitslücken bei vielen Praxen»

Jahrestagung

Pharmazieräte einigen sich auf Plattform-Regeln»

Westfalen-Lippe

Kassenärzte protestieren gegen Apotheker-Impfungen»
Internationales

Rx-Switch

Schweden: Diclofenac nur noch auf Rezept»

Entlastung von Pharmazeuten

Stanford: Roboter betreiben Krankenhausapotheke»

Neues Logistikzentrum

Phoenix investiert Rekordsumme»
Pharmazie

AMK-Meldung

Rückrufe: Cyclelle und Digimed»

AMK-Meldung

Unverkäufliche Muster in Estreva-Gel»

Muskelrelaxantien

Enzephalopathie unter Baclofen»
Panorama

DHL-Erpresser

Apotheken-Bombe: Ermittlungen sollen eingestellt werden»

Apothekenjubiläum mit Spendenaktion

Apothekerin zeigt Herz für kranken Jungen»

Hautkrankheiten

Micreos: 2,5 Millionen für Antibiotika-Alternativen»
Apothekenpraxis

„Medizinischer Notstand“

Niemegk: Bevölkerung demonstriert für Apotheke»

Arzneimittelmissbrauch

Dextromethorphan: AMK warnt Apotheken»

„Apotheker für die Zukunft“

Merkel zeichnet Kiefer aus»
PTA Live

PTA-Reform

2,5 Jahre: Union lehnt längere Ausbildungszeit ab»

LABOR-Debatte

PTA-Reform: Was fordert ihr? »

Vertretungsoption für PTA

„Ich habe keine Angst vor ‚Apotheker-Light‘“»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenporträt

Echinacea: Die Erkältungspflanze»

Erkältungsbalsam

Frei Atmen dank ätherischer Öle»

Nasennebenhöhlenentzündung

Chronische Sinusitis: Schleichende Infektion»
Magen-Darm & Co.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Zöliakie: Gluten vs. Darm»

Heilpflanzenporträt

Sennesfrüchte: Natürlich abführen mit Einschränkungen»

Magen-Darm-Beschwerden

Gallensteine: Schmerzhafte Koliken»
Kinderwunsch & Stillzeit

Behördengänge

Geburtsurkunde, Krankenkasse & Co. – An alles gedacht?»

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»