Notfalldaten 

Rettung aus der Dose Eugenie Ankowitsch, 02.04.2018 14:22 Uhr

Berlin - Sie ist klein, rund und kann unter Umständen Leben retten. Die Notfalldose enthält keine Medikamente oder andere Medizin, sondern nur Informationen. Ersthelfern und dem Rettungsdienst verrät sie beispielsweise Blutgruppe, Krankheiten und Notfallkontakte des Besitzers. Damit Retter die Dose sofort finden, sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Inzwischen bieten auch zahlreiche Apotheken solche Notfalldosen an.

Wenn Ersthelfer in eine Wohnung gerufen werden, wo ein Mensch zusammengebrochen ist, wissen sie oftmals nichts über denjenigen, den sie retten wollen. Sind diese dann alleine und nicht mehr ansprechbar, fehlen Rettern häufig wichtige Informationen über die gesundheitliche Vorgeschichte, Medikamenteneinnahmen, Kontaktpersonen und mehr. Liegt er vielleicht im diabetischen Koma? Hat er einen Herzschrittmacher? Benutzt er Blutverdünner?

Diese Informationen soll im Ernstfall die sogenannte Notfalldose schnell liefern. In den vergangenen Monaten werben diverse Seniorenbeiräte verstärkt für die Anschaffung des weiß-grünen Plastikbehälters. Auch zahlreiche Apotheken bieten solche Dosen inzwischen an, darunter die Fürstenwalder Rathaus-Apotheke von Ulrike Fitzke. „Alle Apotheken der Stadt hatten Anfang des Jahres eine Sammelbestellung gemacht, denn im Sinne der Patientensicherheit ist die Notfalldose richtig“, sagt die Apothekerin, die täglich mehrere, teilweise im zweistelligen Bereich, davon zum Stückpreis von zwei Euro verkauft. „Ich bin überzeugt, dass sich dieses Hilfsmittel in der Bevölkerung durchsetzt.“

Der Behälter beinhaltet ein beidseits bedrucktes Blatt, auf dem alle wichtigen Informationen eingetragen werden können: persönliche Angaben wie Name, Geburtsdatum, die Blutgruppe und Krankenkasseninformationen sowie Vorerkrankungen, mögliche Operationen, Medikamentengaben und Unverträglichkeiten. Außerdem könnten dort Kontaktadressen des Hausarztes, Pflegedienstes und von Angehörigen festgehalten werd

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