Zugspitz-Apotheke verschenkt Notfalldosen

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Berlin -

In der Weihnachtszeit werden häufig kleine Geschenke an die Kunden herausgegeben: Duftkerzen, ein entspannender Badezusatz oder Dekoartikel zählen ebenso zu den Zugaben wie die heißbegehrten Kalender. An der Zugspitze wird in diesem Jahr jedoch etwas Nützliches an die Kunden verschenkt: Apothekerin Alena Stühler und ihr Team versorgen die Kunden mit kostenlosen Notfalldosen vom Bayerischen Roten Kreuz.

Sie ist klein, rot und rund: Die Rotkreuzdose ist mittlerweile vielen Menschen bekannt. In ihr können wichtige medizinische Informationen gesammelt werden, die bei einem Notfall den Rettungsdienst über Allergien, Medikation und Anamnese informieren. Dazu soll die Dose in der Kühlschranktür aufbewahrt werden. Zwei mitgelieferte Aufkleber sollen zudem an der Wohnungstüre und am Kühlschrank angebracht werden, um zu signalisieren, dass die Dose vorhanden ist. Im Ernstfall kann so vom Rettungsdienst schnell und zielgerichtet gehandelt werden.

Kleiner Lebensretter als Geschenk

Das Geschenk der Zugspitz-Apotheke kann also ein kleiner Lebensretter sein. „Wir sind auf die Idee gekommen, weil die Dosen eigentlich von der Gemeinde herausgegeben werden sollten“, erklärt Stühler. Um die Dose zu erhalten, war jedoch der Gang zur Gemeinde notwendig. Die Apothekerin hielt das allerdings für sehr umständlich. „Wir sind als Apotheke doch viel näher an den Menschen dran“, findet sie.

Kurzerhand wurde also mit dem Bürgermeister gesprochen: Die von der Gemeinde erworbenen Notfalldosen wurden schließlich der Apotheke zur Verfügung gestellt, um sie an die Kunden zu verteilen. „Viele kennen die Dosen tatsächlich noch gar nicht“, meint Stühler. Hier kann die Apotheke Aufklärungsarbeit leisten und erläutern, wie die rote Dose im Ernstfall helfen kann. „Die Resonanz ist fast durchweg positiv“, berichtet die Apothekerin. Die wenigen Menschen, die nicht an der Dose interessiert sind, werden jedoch auch nicht überredet. „Sie soll ja nicht sinnlos im Schrank stehen, sondern ihren Zweck erfüllen“, erklärt Stühler.

Grade im Moment ist es an der Zugspitze etwas ruhiger als sonst: „Es sind weniger Menschen erkältet, außerdem fehlen die Touristen – da kann man die Zeit für solche Aktionen super nutzen“, findet sie. Mittlerweile hat die Apotheke die Aktion aktiv beworben und auch das Schaufenster entsprechend dekoriert. Wenn die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Dosen zu Neige gehen, kann die Apotheke beim Roten Kreuz noch Nachschub ordern, um weitere Menschen zu versorgen.

 

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