Gratisangebot: Kammer sponsert Notfalldose

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Berlin - Die Idee der Notfalldose soll aus Irland und Großbritannien stammen. In Deutschland wird sie seit 2014 von der Bremer Firma Volbert Hausnotruf produziert. Ab heute wird die grüne Box in allen Apotheken in Westfalen-Lippe angeboten. Zunächst kostenlos – 20 Stück in jeder Apotheke. Danach wird die Dose für „ein paar Euro“ verkauft, teilte jetzt die Apothekerkammer Westfalen-Lippe mit, die das Projekt unterstützt und sponsert.

Der Notarzt kommt in die Wohnung, der Patient sei nicht ansprechbar. Es muss schnell gehen, aber die Retter wissen nicht, welche Medikamente der Patient braucht, ob er Allergien oder Vorerkrankungen hat. Beim mühsamen Zusammensuchen von Pillen und Dokumenten geht wertvolle Zeit verloren. In dieser Situation soll die Notfalldose helfen. „In der Kühlschranktür aufbewahrt, finden sich in ihr alle wichtigen Patientendaten auf einen Blick“, so Gabriele Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL).

Der weiß-grüne, zehn Zentimeter hohe Plastikbehälter habe sich in vielen Regionen Deutschlands bereits bewährt. Die Apothekerschaft bringe die Notfalldose nun auch flächendeckend in die Region. Ab dem 10. Dezember 2018 ist die Notfalldose laut AKWL in allen Apotheken erhältlich. Dort erhielten Patienten auch Hilfe beim Ausfüllen der Notfallinformation. Die Apotheken in Westfalen-Lippe beteiligten sich an der Aktion, in deren Rahmen sie von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe kostenlos mit jeweils 20 Notfalldosen-Sets für ihre Patienten ausgestattet wurden, die gegen eine Spende an Patienten abgegeben werden. Ist der Gratis-Vorrat aufgebraucht, gibt es die Dosen in den meisten Apotheken weiterhin – dann jedoch für ein paar Euro im Verkauf, vermutlich unter fünf Euro das Stück.

„Bei Notfällen kommt es auf Minuten oder sogar Sekunden an“, so Apothekerin Overwiening. Das Prinzip der Notfalldose sei daher denkbar einfach und doch genial: „Patienten stecken all ihre Notfalldokumente in die Dose und lagern diese in der Kühlschranktür. Je ein Hinweis-Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür sowie am Kühlschrank informieren die Rettungskräfte.“ Entscheidend sei natürlich, dass die Informationen stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

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