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Apotheker setzt auf Gesundheitsordner Eugenie Ankowitsch, 11.10.2017 09:06 Uhr

Berlin -

Viele Menschen müssen regelmäßig nach ihren Gesundheitsunterlagen suchen und verzweifeln häufig dabei. Ob Impfpass, Krankenhausentlassbrief, Medikationsplan oder die CD mit den letzten Röntgen-Aufnahmen: Sie verschwinden wie von Geisterhand, wenn man sie dringend braucht. Die elektronische Gesundheitskarte soll Abhilfe schaffen. Doch wann es so weit ist, steht in den Sternen. Apotheker Dr. Hannes Egle hat für seine Kunden daher einen Gesundheitsordner entwickelt, in dem alle Gesundheitsunterlagen systematisch abgelegt werden können. Schon bald könnte er auch in anderen Apotheken erhältlich sein.

Vor zwei Jahren hat Egle mit der Entwicklung des Gesundheitsordners begonnen. Die Idee: Alles, was für die Gesundheit der Patienten wichtig ist, zu bündeln und gleichzeitig übersichtlich gestalten. Seit Sommer ist der Gesundheitsordner in seinen insgesamt vier Apotheken im Landkreis Tuttlingen zum Preis von 19,90 Euro erhältlich. Hauptzielgruppe sind nach Angaben des Apothekers Menschen über 40, „bei denen die ersten Zipperlein auftreten“, chronisch kranke und multimorbide Patienten.

Der Gesundheitsordner ist als klassischer Spiralordner angelegt, so dass er immer weiter ergänzt werden kann. So kann dort etwa der Medikationsplan des Arztes hinterlegt werden, der vom Apotheker ergänzt werden kann. Aber auch Impf-, Allergie- oder Röntgenpass können ganz problemlos verstaut werden. Ganz nach dem Motto: Nur nicht mehr im Haushalt nach den Unterlagen suchen.

Sollte es einmal schnell gehen müssen oder der Patient nicht ansprechbar sein, so haben die Angehörigen mit dem Gesundheitsordner ebenfalls eine gute Möglichkeit, den behandelnden Arzt ganz unkompliziert auf eine mögliche Vorgeschichte hinzuweisen. Auch in Notsituation seien alle notwendigen Informationen schnell verfügbar. „Nehmen wir den Fall an, dass ein Kind Spülmittel verschluckt hat und man sofort die Giftinformationszentrale braucht“, erklärt Egle. „Alle wichtigen Kontaktdaten sowie das individuelle Notfallblatt sind prominent am Anfang des Ordners zu finden.“

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