„Evidenz der Vernunft“

Querdenker-Bescheinigungen: Behörden eingeschaltet

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Ausgangspunkt sei dabei eine Firma im Oberallgäu gewesen. Nachdem ein dortiger Mitarbeiter versucht hatte, mit einer Bescheinigung von „Evidenz der Vernunft“ zu belegen, dass er sich nicht gegen Corona impfen lassen muss, erkundigte sich das Unternehmen beim Gesundheitsamt. Dessen Antwort war klar und es meldete den Fall an die Regierung von Schwaben, das ihn wiederum an das StMGP weitermeldete.

Für das Ministerium ist es bisher ein Einzelfall: „Weitere konkrete Fälle, in denen Atteste der Seite eingesetzt wurden, sind dem StGMP nicht bekannt“, so eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es bundesweit nicht bei einem Fall geblieben ist – laut Austenats Seite haben sich bis zum 4. Januar 23.151 Personen beteiligt, von denen bei 3873 die Immunität geprüft worden sei.

Also hat das Ministerium weitere Behörden eingeschaltet: „Aufgrund der fehlenden Rechtskonformität des Angebots der Seite wurde die Angelegenheit durch das StGMP an das Land Berlin weitergegeben, wo laut Impressum der Firmensitz der Seite zu verorten ist.“ Und nicht nur das: Das StGMP hat nach eigenen Angaben auch das bayerische Justizministerium und die lokalen Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet sowie die Bayerische Apothekerkammer und die Bundesapothekerkammer über die Vorgänge informiert. Ob bei den Behörden bereits Ermittlungen eingeleitet wurden, kann das Ministerium auf Anfrage noch nicht bestätigen.

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