Insekten

Mücken: Warum Stiche jucken und was hilft dpa, 26.07.2017 11:35 Uhr

Berlin - Der Eindruck täuscht nicht: Für die Mücken läuft es dieses Jahr richtig gut. Alle zwei Wochen schlüpft angesichts der Regenfälle in weiten Teilen Deutschlands eine neue Generation, erklärt Dr. Doreen Walther, Biologin und Mückenexpertin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung. Für den Menschen kann das sehr unangenehm werden. Wie man sich schützt und was hilft, wenn die Plagegeister zugestochen haben.

Warum jucken Mückenstiche eigentlich?
Wenn eine Mücke sticht, injiziert sie ihren Speichel in die Haut, damit das Blut, das sie ja trinken will, nicht gerinnt. Auf die Proteine im Speichel reagiert der Mensch allergisch, erklärt die ABDA. Das verursacht die Rötung, Schwellung und den Juckreiz. Stimmt es, dass Mücken manche Menschen lieber stechen?
Ja, sagt Dr. Martin Geier, Biologe aus Regensburg, der seit vielen Jahren zum Verhalten von Stechmücken forscht. Ob ein Mensch eher gestochen wird, hängt von der Mischung von Stoffen wie Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren auf der Haut ab. Sie erzeugen einen bestimmten Geruch, auf den die Mücken entweder fliegen – oder eben nicht. Eine Dusche hilft, allerdings nur für kurze Zeit. Dann ist der Geruch wieder da. Wählerisch sind Mücken vor allem dann, wenn sie die Wahl haben. Wer in Gruppen selten gestochen wird, den pieksen die Tiere wahrscheinlich trotzdem, wenn er allein ist. Geier vergleicht es mit hungrigen Menschen: „Können sie am Buffet Essen wählen, nehmen sie das, was schmeckt.“ Gibt es nur trockenes Brot, werden sie aber auch das essen. Was kann man tun, um die Mücken abzuhalten?
Warme Haut lockt Mücken an, sagt Geier. Wer Sport getrieben hat, sollte schnell kalt duschen oder die Haut im See abkühlen. Lange Kleidung schützt Beine und Arme. Außerdem empfiehlt es sich, helle Sachen zu tragen. Dunkle Kleidung zieht Mücken eher an.

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