Laumann-Studie

Sorgen von Klinikpatienten oft ungehört dpa, 21.06.2017 13:25 Uhr

Berlin/Bremen - Bei Problemen in Krankenhäusern finden Patienten nicht überall ein offenes Ohr für ihre Beschwerden. Zwar ermöglichen es mehr als 90 Prozent der Kliniken den Patienten, sich zu beschweren, und bearbeiten die Kritik auch systematisch. Doch mangelt es in vielen Krankenhäusern an ausreichend Personal dafür. Das ergab eine der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Studie des AQUA-Instituts für Qualität im Gesundheitswesen im Auftrag des Bundespatientenbeauftragen Karl-Josef Laumann (CDU).

Heute kommen die Gesundheitsminister der Länder zu einer zweitägigen Konferenz in Bremen zusammen. Laumann verlangte von ihnen Verbesserungen. Die Vorsitzende der Konferenz, die Bremer Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD), forderte zudem, den Pflegeberuf attraktiver zu machen.

Laut der Laumann-Studie befasst sich in 53 Prozent der Kliniken rechnerisch nur maximal eine Viertelkraft mit dem patientenorientierten Beschwerdemanagement. Laut offiziellen Vorgaben sollen Patienten durch diese Möglichkeit Unzufriedenheit mit Klinikabläufen oder -personal schnell und unbürokratisch artikulieren können und auch eine Rückmeldung erhalten.

In einem der dpa vorliegenden Brief an die Gesundheitsminister forderte Laumann, „vorhandene Defizite“ zu beseitigen. „Allen stationären Einrichtungen muss klar sein, dass sie in erster Linie mit den Kriterien Qualität und Zufriedenheit gemessen werden.“
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