Falkenstein/Vogtland

Apotheker baut Hospiz Eugenie Ankowitsch, 26.12.2016 15:36 Uhr

Berlin - In der ehemaligen Fabrikantenvilla in Falkenstein/Vogtland will Apotheker Robert Herold sterbenskranken Patienten und deren Angehörigen „Zeit zum Abschiednehmen“ ermöglichen. Neben dem Hospiz sollen sechs Wohnungen in die Thorey-Villa integriert werden. Die Mieter sollen sich gegenseitig helfen.

Seit seiner Approbation übernimmt der Falkensteiner Apotheker pharmazeutische Versorgung von Krebspatienten. Seit 2009 versorgt er außerdem auch ein Hospiz im bayerischen Naila. „Ich habe mich dort oft mit Patienten unterhalten. Diese Gespräche haben mich sehr geerdet“, berichtet Herold. In seiner Arbeit habe er oft erfahren müssen, dass in der heutigen Gesellschaft das Thema Sterben und Tod gern verdrängt werde. Durch diese Erfahrung sei in ihm mit den Jahren der Wunsch gereift, ein Hospiz zu eröffnen.

Bei der Suche nach den geeigneten Räumlichkeiten fiel die Wahl auf eine alte und stark heruntergekommene Fabrikanten-Villa in Falkenstein. Das Haus an der Bahnhofstraße war Wohnsitz der Familie Thorey. Dieser Name ist untrennbar mit der Gardinenweberei verbunden, die in der Stadt ab Ende des 19. Jahrhunderts ihren Aufschwung nahm. Zu DDR-Zeiten waren dort – unter dem Namen VEB Falkensteiner Gardinen- und Spitzenwebereien (Falgard) – nahezu 2000 Frauen und Männer beschäftigt. Als Falgard einige Jahre nach der Wende im Jahr 1995 insolvent ging, brach man sämtliche Betriebsgebäude ab. Stehen blieben nur das sogenannte Geschäftshaus und die Villa.

Heute ist die Villa an der Bahnhofstraße eine Baustelle. Mehr als 20 Jahren Leerstand haben deutliche Spuren hinterlassen. Als er das Gebäude im Jahr 2011 gekauft hat, war noch nicht klar, ob sein Vorhaben wirklich eine Chance hat, berichtet Herold. Viel Zeit habe man allein dazu gebraucht, das Gebäude eingehend zu sichten, zu eruieren, ob sich der Umbau überhaupt realisieren lasse, welche versteckte Schäden noch ans Tageslicht kämen.

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