Apoair

Jungfernflug für Apothekendrohne Katharina Lübke, 30.09.2014 12:38 Uhr

Berlin - Bald könnten Apotheken ihre Kunden mit einer Drohne beliefern. Apoair hat am Montag seine Apothekendrohne auf den ersten „Freiflug“ geschickt. In knapp drei Minuten legte der Kopter mit Akkubetrieb GPS-gesteuert eine Strecke von 800 Metern zurück. Dabei transportierte die Drohne in rund 60 Metern Höhe Laborproben. Mit dem erfolgreichen Flug hat Apoair nach eigenen Angaben die Gründungsphase abgeschlossen. In der nächsten Phase zur Marktreife sollen nun weitere Testflüge und Anpassungen folgen.

Bis zu 70 Kilometer pro Stunde kann das Gerät fliegen. „Aus Sicherheitsgründen haben wir die Drohne langsam fliegen lassen”, sagt Klaus Sommer, einer der Firmengründer. Man könne vor dem Start einprogrammieren, wann und wo die Drohne wie schnell fliege.

Der Wettlauf um den Einsatz von Drohnen im Handel hat begonnen: Erst vergangene Woche hat DHL ein Pilotprojekt für die Medikamentenlieferung im Notfall gestartet. Während der Logistikkonzern aber nur Apotheke anfliegt, will Apoair die letzte Wegstrecke zum Kunden bewältigen. „Ziel von ApoAir ist es, den bundesweiten Markt für die 'Letzte Meile' bei der Lieferung von Medikamenten und Laborproben mit Flugrobotertechnologie zu bereichern“, heißt es in einer Präsentation des Unternehmens.

Interesse an dem Jungfernflug gab es von verschiedenen Seiten: Neben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Limburg-Weilburg-Diez, Vertretern der Stadt Limburg und verschiedenen Apothekern und Ärzten beobachteten den Flug Jörg Keil von Apokonzept24 und Vertreter des ortsansässigen Herstellers Mundipharma. Auch der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch (CDU) war dabei.

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