Arzneimittelkriminalität

Sechs Jahre Haft für Anabolika-Verkäufer

, Uhr

In Braunschweig wurde ein Mann zu sechs Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, weil er in einer Diskothek gefälschte Anabolika verkauft hatte. Außerdem muss er 75.000 Euro Strafe zahlen. Das Landgericht Braunschweig hat den Betriebsleiter der Diskothek wegen Handels mit nicht erlaubten Betäubungsmitteln und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz in 30 Fällen verurteilt.

Zwischen 2010 und 2012 hatte der Mann die Präparate verkauft. Die Mittel enthielten entweder keine Wirkstoffe, geringe Konzentrationen oder Substanzen, die in Deutschland nicht zugelassen waren. Der Verurteilte soll insgesamt mehr als zwei Millionen Euro umgesetzt haben.

Ermittelt wurde auch gegen den Geschäftsführer des Clubs. Er soll die Räume als Umschlagplatz zur Verfügung gestellt haben. Ob die Anklage gegen ihn zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird, ist laut Gericht noch unklar.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Für Eigenmarke und Zugaben
Apothekerin mietet Bienenvolk
Beladungsmenge und Freisetzungsrate
BtM-Pflaster: Austausch nicht immer nötig
Mehr aus Ressort
Womöglich 70.000 Datensätze betroffen
Hacker-Angriff auf Rezeptprüfer
Rezeptur-Regal von der Wand gebrochen
Apotheke evakuiert: Chemikalien ausgelaufen

APOTHEKE ADHOC Debatte