Medikamentenmissbrauch

Arzneimittel als K.o.-Tropfen APOTHEKE ADHOC, 26.02.2010 12:06 Uhr

Berlin -

Der Internationale Suchtstoffkontrollrat (INCB) warnt vor einem Anstieg der Verwendung der so genannten K.o.-Tropfen. Immer häufiger würden diese benutzt, um den Widerstand von Opfern gegen sexuellen Missbrauch drastisch zu senken. Konkrete Zahlen zum Ausmaß liegen nach Angaben der UN-Experten allerdings nicht vor.

Besonders oft nutzen Kriminelle laut INCB-Jahresbericht die nach dem Betäubungsmittelgesetz verbotene Gamma-Hydroxybuttersäure (Liquid Ecstasy) sowie das Narkotikum Ketamin. Auch 1,4-Butandiol und Gamma-Butyrolacton (GBL) kämen zum Einsatz. Zu den Hauptbezugsquellen zählten Händler im Internet und illegale Hersteller.

Stark zurückgegangen sei dagegen seit 2004 der Missbrauch von Rohypnol (Flunitrazepam), so die Behörde. Sie führt dies vor allem auf Änderungen seitens der Hersteller zurück: Sie hätten die Dosierung verringert und die Tabletten gefärbt, damit sie in Flüssigkeiten leichter zu erkennen sind.

Die Substanzen würden den Opfern meist verdeckt mithilfe von Getränken oder Lebensmitteln verabreicht, so die UN-Experten. Neben öffentlichen Orten wie Bars, Restaurants oder Nachtclubs würden sexuelle Nötigungen auch im privaten Umfeld begangen. Zudem warnt der Suchtstoffkontrollrat, die von den Tätern benutzten Dosierungen seien erheblich höher als jene zu therapeutischen Zwecken.

Das Bewusstsein der Bevölkerungen für diese Gefahren müsse gestärkt werden, fordert der INCB. Pharmahersteller sollten ihre Präparate einfärben und mit Aromastoffen versetzen, damit mögliche Opfer die Zugabe in Getränken leichter bemerken können.

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