Guter Vorsatz: Apotheker wollen überleben

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Berlin - Apotheker wollen nicht abspecken, sie würden 2017 lieber mal etwas zulegen. Die meisten von ihnen rauchen sowieso nicht und weniger Stress im Job steht auch nicht oben auf der Liste der guten Vorsätze. Stress ist Umsatz in der Offizin. Und während viele angehende Vorsatzbrecher jetzt im Januar ihre Diätpulver und Nikotinpflaster kaufen, haben die Apotheker für 2017 ein anderes Ziel: 2018.

Das alte Jahr ist Vergangenheit, gerade das letzte Quartal war für die Apotheker zum Vergessen. Das EuGH-Verurteil schürt nicht nur Zukunftsängste, es hat auch über Wochen zu einem leider allzu vertrauten öffentlichen Apothekenbashing geführt. Wahlweise die bösen „Apothekenpreise“ oder die böse „Apothekerlobby“ waren dran. Wobei nicht klar ist, ob mit jenen eigentlich die Zuzahlung gemeint sein kann und mit dieser tatsächlich die ABDA.

Und zunächst sah es so aus, als würde es im neuen Jahr genau so weiter gehen. Im Heft 01/17 hat sich Ökotest Erkältungsmittel vorgenommen. Klar, es ist ja auch Erkältungszeit. Ebenso erwartbar wie die Themenfindung war der Ausgang: Kombinationspräparate sind laut Test ganz schlecht. Immer und alle. Einfachheit siegt 2017.

Doch dann die Überraschung: Die FAZ druckte einen Beitrag, in dem die Apotheker nicht verrissen wurden. Gut, den hatte ein Apotheker geschrieben, aber immerhin. Merke: Ärgere keinen Apotheker mit der Morgenzeitung, der gerade einen Weihnachtsnachtdienst (was für ein Wort) hinter sich hat. Für seinen Leserbrief wurde der Apotheker von den Kollegen jedenfalls gefeiert.

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