Von der Kultivierung bis zur Rezeptur

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Berlin -

Der Prozess von der Pflanze zum fertigen Produkt umfasst die Kultivierung, die Verarbeitung, die Analyse, das Verpacken und die Re-Analyse im Bestimmungsland. Am Ende steht die Anfertigung einer Rezeptur. Diese Aufgabe übernehmen dann die Apotheker:innen und PTA gemäß der verordneten Darreichungsformen.

Die sorgfältige Cannabis-Kultivierung ist eine wichtige Basis, um Blüten in pharmazeutischer Qualität mit konstanten THC- und CBD-Gehalten ernten zu können. Um die gleichbleibende Produktqualität gewährleisten zu können, werden im Rahmen des sogenannten Klonens Stecklinge von einer Mutterpflanze genommen, die neue Pflanzen mit identischen Eigenschaften hervorbringt. Der Anbau gleicht dabei einer kleinen Wissenschaft, denn die Bedingungen (Wasser, Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt der Luft und Tag-/Nachtrhythmus) müssen zum einen optimal gewählt und zum anderen stets gleichbleibend sein. Tilray baut beispielsweise eine breite Palette an unterschiedlichen Kultivaren an, darunter Indica-, Sativa- und Hybrid-Kultivare in unterschiedlichen THC- bzw. THC-/CBD-Konzentrationen.

Sind die Blüten der Pflanze ausreichend gereift, kann geerntet werden. Nach der Ernte werden die Blüten von den restlichen Pflanzenteilen entfernt. Für die Verwendung in der Apotheke werden ausschließlich die Blüten der weiblichen Pflanze mit dem enthaltenen THC, CBD und den Terpenen benötigt. Generell lassen sich auch die übrigen Teile der Pflanze zu anderen Produkten weiterverarbeiten. So kann aus der Pflanze zum Beispiel auch Öl oder Seil gewonnen werden.

Für die pharmazeutische Weiterverarbeitung werden die Blüten getrimmt, das heißt, es werden die Stängel und Blätter entfernt. Danach erfolgt der Trocknungsprozess, bis die genauen Produktspezifikationen erreicht sind. Ab diesem Zeitpunkt ist Feuchtigkeit Gift für die Blüten, denn unvollständig getrocknete Blüten können schnell an Wirkgehalt verlieren und schlimmstenfalls anfangen zu schimmeln.

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