Neue Cannabissorte

Tilray launcht Indica strong Alexandra Negt, 12.06.2020 07:56 Uhr

Berlin - Bisher bot Tilray zwei verschiedene Sorten Cannabis an: Eine ausgewogene Sorte mit gleichen Anteilen THC und CBD und eine Blüte mit hohem THC-Gehalt. Nun folgt mit Indica Strong eine Blüte, die einen THC-Gehalt von 22 Prozent aufweist. Die Blüte wird in Portugal angebaut, dadurch sei sie dauerhaft am deutschen Markt verfügbar.

Tilray will sein Sortiment an Cannabisblüten in den kommenden Monaten erweitern. Zu Beginn nahm das Unternehmen eine Blüte ins Portfolio auf, die einen hohen THC-Gehalt aufweist: Bisher hatte Tilray als einziges Unternehmen die Cannabisblüte THC25 im Sortiment – eine Blüte mit höherem THC-Gehalt gibt es nicht für den pharmazeutischen Markt. Diese sehr starke Pflanze ist nicht für alle Patienten geeignet, unter anderem deshalb vertreibt Tilray nun die – mit 22 Prozent THC – leicht schwächere Blüte Indica Strong. Das Kultivar Sirius sei ein erster Schritt zur breiteren Aufstellung im Cannabismarkt, so das Unternehmen.

22 Prozent THC

„Mit Sirius führen wir eine Indica-Cannabisblüte ein, welche dauerhaft in großen Mengen und der hohen Tilray-Qualität verfügbar sein wird,“ so Europachef Sascha Mielcarek. „Unsere eigene, EU-GMP zertifizierte Produktionsstätte in Portugal erlaubt es uns, den deutschen Markt dauerhaft und zuverlässig mit Cannabisblüten in gleichbleibend hoher Qualität und großen Mengen zu beliefern.“ Ende Mai erhielt Tilray für seine Produktionsstätte in Cantanhede, Portugal, eine vollständige GMP-Zertifizierung. Es ist die dritte GMP-Zertifizierung für Tilray Portugal. „Unsere dritte GMP-Zertifizierung ermöglicht es uns, mehr Produkte in unserer Einrichtung herzustellen und eine größere Auswahl an Produkten an internationale Patienten, Partner und Märkte zu exportieren. Da die Nachfrage weltweit steigt und mehr legale Märkte für medizinisches Cannabis entstehen, ist der EU-Campus von Tilray bereit, mehr Partner und Patienten in der EU und anderen internationalen medizinischen Märkten zu bedienen,“ so Mielcarek.

Dauerhaft verfügbar durch europäischen Anbau

Wichtig sei die kontinuierliche Verfügbarkeit vor allem deshalb, weil medizinisches Cannabis meistens bei chronischen Beschwerden eingesetzt wird. Die Kulturpflanzengruppe sollte bei einem gut eingestellten Patienten – wenn möglich – nicht mehr ausgetauscht werden. So wird für den Anwender die beste Wirksamkeit erreicht. Aufgrund der individuellen Wirkung und Verträglichkeit spiele die Verordnung einer gleichbleibenden Sorte eine Schlüsselrolle bei der Therapie. Mit der Markteinführung der Sorte Sirius macht Tilray den Schritt hin zu einem vollständig vertikal integrierten, europäischen Anbieter für medizinische Cannabinoide. „Für Ärzte, Apotheker und ihre Patienten bedeutet dies langfristige Liefersicherheit und gleichbleibende, verlässliche Wirkstoffkonzentrationen.“

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