Zava wird erstattungsfähig

, Uhr

Berlin - Zava hat den Schritt in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) geschafft. Der Telemedizinanbieter hat die Videosprechstundenplattform Sprechstunde.online übernommen. Das Tool ist KBV-zertifiziert und funktioniert unabhängig von Praxissoftwareanbietern – Zava kann damit die Ärzte aus dem Netzwerk des kürzlich übernommenen Onlineportals Medlane anbinden.

Eine Weile schien es, als ob Telemedizin-Pionier Zava im Vergleich zu Teleclinic und Kry ins Hintertreffen gerät. Doch nun stellt das seit einigen Monaten auch in Hamburg ansässige Unternehmen nur eine Woche nach dem Kauf des Arztvermittlers Medlane seine nächste große Akquisition vor: Zava hat Sprechstunde.online übernommen. Über den Kaufpreis und die weiteren Details der vertraglichen Regelungen haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Gemeinsam wolle man nun in den kommenden Monaten neue telemedizinische Angebote für Patienten und Leistungserbringer auf den Weg bringen und gesetzlich Versicherten aller Krankenkassen die Zava-Angebote in Deutschland als Teil der Regelversorgung kostenfrei nutzbar machen, so das Unternehmen.

„Zava wechselt in den 360°-Modus und stellt die Weichen für einen ganzheitlichen Blick auf Patienten und Leistungserbringer“, sagt CEO David Meinertz. „Im ambulanten Bereich sind wir durch den wegweisenden Zusammenschluss mit Sprechstunde.online ab jetzt führend. Mit Zava wird der Wechsel zwischen analoger und digitaler Welt für eine Vielzahl von Gesundheitsdienstleistern und deren Patienten zur Selbstverständlichkeit werden.“

Sprechstunde.online zählt nach eigenen Angaben mit über 12.000 registrierten Ärzten und Therapeuten als Nutzer zu den am weitest verbreiteten Videosprechstunden-Dienstleistern in Deutschland. Die Angebote richten sich nach KBV-Vorgaben, sind DSGVO-konform und für alle Patientengruppen abrechenbar. Neben dem weiteren Ausbau des Netzwerks niedergelassener Ärzte sollen in Zusammenarbeit künftig auch Leistungsangebote aus den therapeutischen Bereichen und sektorenübergreifende Versorgungsangebote ermöglicht werden. Sprechstunde.online ist demnach beispielsweise heute schon in der Lage, einen Patienten mit seinem Orthopäden und seinem Physiotherapeuten in einer Video-Mehrfachkonferenz zu verbinden.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
APOTHEKE ADHOC Webinar am 28. Oktober
E-Rezept: Was erwartet uns am HV? »
Keine Strafen bis Ende 2022
E-Rezept: Ärzte wollen Galgenfrist »
Mehr aus Ressort
Chronik einer Versandapotheke
Zur Rose: Wie alles begann »
Medizinprodukte statt Arzneimittel
Doppelherz/SOS: Gaviscon-Kopien im Drogeriemarkt »
Weiteres
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»