Vernetzung in der Krise: DocChat ab sofort für Apotheken kostenlos

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Das sei für die Beteiligten kein großer Aufwand. Die Installation laufe über das Webportal und sei unkompliziert, es müsse niemand physisch vor Ort sein. „Innerhalb einer Stunde können wir einen Krisenstab von 20 Leuten verbinden“, erklärt Götze. So könnten Verwaltungen dann ein Portal einrichten, in dem sie die Gesundheitsdienstleister, insbesondere Apotheken und Arztpraxen, in Gruppen zusammenfassen, um eine schnelle und zentrale Kommunikation einzurichten. Angemeldete Apotheken könnten sich dann aber auch untereinander austauschen und koordinieren. „Apotheken können da aktiv werden und Praxen, Verwaltungen und andere Akteure miteinander vernetzen. Das funktioniert nicht unbedingt mit einem Faxgerät“, erklärt Götze.

So könne nicht nur gewährleistet werden, dass sie sich untereinander einfach absprechen können, sondern auch, dass Sozialkontakte minimiert werden. „Wir wollen ja Ansteckungen vermeiden und nicht, dass Menschen umherirren und in verschiedene Apotheken oder Praxen gehen“, erklärt Götze. Auch ein Personalplanungstool sei enthalten und könne kostenfrei genutzt werden. Die Zahl der Interessenten sei in die Höhe geschnellt, es gebe bereits Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet. „Das hat sich in den vergangenen Tagen überschlagen, wir haben viele Apotheken in der Pipeline, die das installieren wollen“, sagt Götze. Mittlerweile habe sich auch die Stadt Bad Bramstedt entschieden, Pulse zu benutzen. Mehrere Apotheken, unter anderem in Rüsselsheim, seien bereits dabei, die Software einzurichten, um sich untereinander zu vernetzen.

Über ein Smartboard seien die Funktionen dann über den Internetbrowser steuerbar, neben Kommunikation einzeln und in Gruppen und einem Personalplanungstool können demnach auch Dokumente wie Rezepte sicher zwischen allen Teilnehmern verschickt werden. Die Anmeldung läuft über die Internetseite von Pulse: Dort können sich Interessenten derzeit kostenlos registrieren, um das Tool Doc Chat zu nutzen. „Diese einmalige Registrierung auf unserer Website gilt aktuell nur für Apotheken, Ärzte, Städte / Gemeinde- und Verbandsgemeindeverwaltungen und Behörden“, betont Pulse dort. Ein Enddatum für die kostenlose Nutzung hat das Unternehmen aus Nürnberg und Königstein noch nicht bekanntgegeben. Eine Registrierung werde später aber nicht zu einem automatischen kostenpflichtigen Abonnement umgewandelt.

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