Kosmetikhersteller

Umsatzrekord bei Theiss

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Berlin -

Der Kosmetikhersteller Dr. Theiss Naturwaren hat trotz der Coronakrise einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Das saarländische Unternehmen erzielte Verkaufserlöse in Höhe von 326,3 Millionen Euro (plus 3 Prozent). Zudem wurde der höchste Gewinn in der Firmengeschichte eingefahren. Besonders das Geschäft mit den Zahnpflegeprodukten der Marke Lacalut entwickelte sich gut.

Lacalut war Dr. Theiss zufolge im vergangenen Jahr die am schnellsten wachsende Zahnpflegemarke im deutschen Markt. In den Apotheken wurden Umsatzzuwächse von 32 Prozent erzielt. Der Marktanteil lag bei 8,1 Prozent. Damit rangiere die Marke auf Platz 4. Als eines der letzten Familienunternehmen sei man in der Lage, sich im Topumfeld zwischen Giganten wie GlaxoSmithKline (Chlorhexamed, Dr. Best, Odol-med3) oder Colgate-Palmolive (Meridol, Elmex) zu behaupten, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Giuseppe Nardi. Das Wachstum soll mit intensiver TV-Werbung weiter vorangetrieben werden. Die Investitionen kratzten bereits an die 100 Millionen Euro.

Auch im Bereich der Dermokosmetik solle das Wachstum weiter angekurbelt werden. Im vergangenen Jahr habe es zwei erfolgreiche Produkteinführungen gegeben: die Gesichts- und Hautpflege Hyaluron Sanfte Bräune mit Bräunungseffekt sowie das Dr. Theiss Melatonin Einschlafspray. Mit dem Selbstbräunungsprodukt für Apotheken habe man bewiesen, dass man in Sachen Trends die Nase vorn habe, so Nardi. Denn viele Kund:innen hätten angesichts der ausfallenden Urlaubssaison dadurch nicht auf Bräune verzichten müssen. Das Einschlafspray habe zudem innerhalb kurzer Zeit die „sehr starke Marktposition 2 in einem großen Marktumfeld erreicht“. Mit Allgäuer Latschenkiefer sei Theiss mit einem Anteil von knapp 28 Prozent Marktführer in der Fuß- und Beinpflege in deutschen Apotheken.

Im vergangenen Jahr lag das operative Ergebnis (EBIT) bei 32,7 Millionen Euro. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis in 2020, einem Jahr voller Herausforderungen“, so Nardi. Er beschreibt das Erfolgsrezept wie folgt: „Wir sind im Wesentlichen unserer bisherigen Strategie treu geblieben. Sie steht auf den drei Säulen ‚nachhaltige Stärkung der Marken‘, ‚Produktinnovationen‘ und ‚Erschließung neuer Märkte‘.“ Für 2021 werde mit rund 2000 Mitarbeiter:innen angesichts der pandemiebedingten verhaltenen Umsatzentwicklung im internationalen Apothekenmarkt sowie negativer Währungseffekte ein reales Umsatzwachstum von 2,7 Prozent erwartet. Bis 2024 soll der Umsatz auf 360 Millionen Euro steigen.

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