OTC-Präparate

Thymiverlan verliert Erstattungsfähigkeit APOTHEKE ADHOC, 26.09.2018 12:35 Uhr

Berlin - Das pflanzliche Hustenmittel Thymiverlan ist nicht länger für Kinder erstattungsfähig. Grund ist die veränderte Zulassung. Der Hersteller Verla-Pharm wollte sie verlängern, doch der Antrag wurde abgewiesen. Jetzt ist das OTC-Präparat als traditionelles Arzneimittel auf dem Markt. Restbestände können weiterverkauft werden.

Thymiverlan wurde erstmals 1994 zugelassen. Der Hustensaft enthält Thymiankraut-Fluidextrakt. Die Zulassung läuft im Februar aus. Zu dem Wirkstoff gibt es bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine entsprechende Monographie, die eine traditionelle Anwendung vorsieht. Daraus geht hervor, dass der Wirkstoff seit mehr als 30 Jahren auf dem Markt ist, davon 15 Jahre innerhalb der EU.

Seit Anfang September ist Thymiverlan als traditionelles Arzneimittel zugelassen. Die Indikation sei fast identisch, sagt Dr. Tanja Beige, Fachreferentin Wissenschaft und Medizin bei Verla-Pharm. Das Präparat wird zur Schleimlösung bei Erkältungskrankheiten der Atemwege mit produktivem Husten empfohlen. Zusammensetzung, Wirkstoffgehalt, Packungsgröße und Preis blieben unverändert.

Neu ist der Wegfall der Erstattungsfähigkeit für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr. Traditionell angewendete Arzneimittel werden laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) wegen Unwirtschaftlichkeit nur in begründeten Ausnahmefällen erstattet. Der Saft kann aber weiterhin ab einem Alter von drei Jahren angewendet werden.

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