Berlin -

Wenn eine OTC-Marke gut läuft, ist nach Ansicht vieler Produktmanager mehr drin. So weiten die meisten Hersteller ihre Sortimente regelmäßig aus – mit der Folge, dass es in der Sichtwahl eng und mitunter auch unübersichtlich wird. Die Stada geht jetzt mit Mobilat den umgekehrten Weg: Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ wird das Portfolio jetzt auf ein Produkt eingedampft.

Die Stada hatte Mobilat Ende 2005 von Daiichi Sankyo übernommen, zusammen mit anderen Marken wie Hirudoid. Für insgesamt elf verschiedene Produkte mit einem Gesamtumsatz von 38 Millionen Euro zahlte der Konzern 82 Millionen Euro. Mit zum Paket gehörte das Werk in Pfaffenhofen.

Mobilat war Anfang der 1940er Jahre vom Luitpold-Werk eingeführt worden. Schon in den 1960er Jahren war das Produkt international bekannt; wichtigster Markt war aber immer Deutschland. 1990 kaufte Sankyo den Hersteller aus München samt seiner OTC-Produkte. Allerdings wussten die Japaner nie so recht mit dem Sortiment umzugehen. Als die Stada kaufte, war die Schmerzsalbe in 13 verschiedenen Varianten erhältlich.

In den vergangenen zehn Jahren haben die Produktmanager in Bad Vilbel viel Arbeit in den Klassiker investiert. Produkte wurden überarbeitet oder ausgelistet. Aktuell gibt es – neben Kompressen und Kältepack – noch vier Varianten: Mobilat Duoaktiv Schmerzsalbe und -gel mit Chondroitin und Salicylsäure, Mobilat Intens Muskel- und Gelenksalbe mit Flufenaminsäure sowie das Mobilat Schmerzspray mit Indometacin.

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