Öko-Test gegen Teufelskralle aus der Apotheke

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Berlin - In der September-Ausgabe des Verbrauchermagazins Öko-Test wird unter anderem auch das Thema pflanzliche Schmerzmittel behandelt. Getestet wurden insgesamt neun Präparate: acht davon mit „ausreichend“ bewertet.

Vor allem bei schmerzhaften Gelenkerkrankungen, wie Arthrose, finden Präparate mit Teufelskralle oft Verwendung. Von diesen rät Öko-Test aber ab, da die Wirksamkeit nicht gut genug belegt sei. Dieses spiegelt sich auch in der Benotung der verschiedenen Produkte wider. Der größte Haken an der Pflanze sei, laut Öko-Test, die Nutzung derer Auszüge in der Pharmaindustrie: Die antientzündlichen und schmerzstillenden Eigenschaften der Teufelskralle seien, auch laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), nicht ganz klar.

Die EMA hat die Mittel mit Teufelskrallenwurzelextrakt 2016 neu bewertet: Die Wirksamkeit sei zwar aufgrund der langjährigen, traditionellen Anwendung plausibel, die vorliegenden Studien dazu, seien aber nicht aussagekräftig genug und würden die Wirkung nicht ausreichend belegen. Die erwähnten Präparate seien deshalb nicht mehr empfehlenswert.

Rückblickend auf eine Auswertung von 2011, welche Öko-Test zur selben Thematik durchgeführt hat, schneiden die Teufelskrallen-Präparate in der aktuellen Ausgabe schlechter ab. Ein „gut“ bekam in der Bewertung nur ein Produkt: Die Phytodolor Tinktur von Bayer. Die Tropfen sind eine Kombination aus Eschenrinde, echtem Golfrutenkraut sowie der Rinde und den Blättern der Zitterpappel und kommen als einzigen Präparat in diesem Test ganz ohne Teufelskralle aus.

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