Medizinisches Cannabis aus Sachsen

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Berlin - Das Pharmaunternehmen Demecan will in Sachsen künftig Cannabis für medizinische Zwecke anbauen. An diesem Donnerstag wird in der Produktionsstätte in Ebersbach bei Dresden Richtfest gefeiert. Um künftig medizinisches Cannabis anbauen zu können, hat das Unternehmen ein bestehendes Gebäude gekauft, saniert und umgebaut.

Demecan ist neben den kanadischen Konzernen Aphria und Aurora das einzige deutsche Unternehmen, das im Auftrag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Cannabis in Deutschland anbauen darf. Laut BfArM ist die erlaubte Anbaumenge von 10.400 Kilogramm medizinischem Cannabis auf vier Jahre mit jeweils 2600 Kilogramm verteilt.

Demecan wurde 2017 gegründet. Das Berliner Start-up erwarb in Sachsen vom insolvent gegangenen Cannabis-Konzern Wayland eine Anlage in einem ehemaligen Schlachthof . Die erste Blüte, die Demecan auf den Markt bringen will, ist eine Sorte mit einem hohen THC-Anteil von ungefähr 20 Prozent. Der CBD-Anteil liegt bei unter einem Prozent. Das Besondere: Demecan schlüsselt das Terpen-profil auf. Eine Auflistung der einzelnen Verbindungen ist eher unüblich. Das Unternehmen schloss auch Lieferverträge etwa mit dem australischen Unternehmen MediPharm Labs ab.

Seit 2017 können sich Patienten Cannabis für medizinische Zwecke regulär vom Arzt verschreiben lassen.

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