Großhandel

Mähr streicht Tariferhöhung APOTHEKE ADHOC, 25.04.2018 09:41 Uhr

Berlin - Der neue Vorstandschef von Alliance Healthcare Deutschland (AHD), Wolfgang Mähr, hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit schlechte Nachrichten für die Belegschaft verkündet. Mitarbeiter des Frankfurter Großhändlers müssen erneut auf eine zugesagte Tariferhöhung verzichten. Übertarifliche Zulagen würden komplett und in allen Fällen verrechnet, teilt Mähr in einem Schreiben an die Belegschaft mit.

Die Mitarbeiter in der Frankfurter Zentrale und in den bundesweit 25 Niederlassungen wurden per E-Mail beziehungsweise per Aushang über die Kürzung informiert. Im April beziehungsweise Mai werde der 2017 beschlossene zweite Teil der Tariferhöhung in allen Bezirken umgesetzt, heißt es in der Mitteilung. „Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir als Geschäftsleitung beschlossen haben, die Tariferhöhung mit der übertariflichen Zulage komplett und in allen Fällen zu verrechnen.“

„Gerade seit Beginn des Jahres wurden viele Aktivitäten gestartet und wir stellen uns vertrieblich neu auf. Trotzdem wird dies leider ein weiteres Jahr sein, in dem wir uns nach langen Diskussionen und Abwägen der Argumente entschlossen haben, die Tariferhöhung zu verrechnen.“ Alle hätten hart daran gearbeitet, den Großhändler wieder auf stabilere Beine zu stellen und die Position im Markt zu behaupten, schreiben Mähr und sein Vorstandskollege Miguel Martins da Silva. „Trotz einiger positiver Anzeichen haben wir jedoch noch einiges zu tun.“

Die Verrechnung der Tariferhöhung gilt bundesweit. Für Mitarbeiter in Hessen etwa bedeutet die Nachricht, dass die angepeilte Lohnerhöhung von 2 Prozent nicht kommt. Es ist die dritte Verrechnung in Folge. Zuvor hatten die Mitarbeiter 2011 auf ein Lohnplus verzichten müssen. Aus der Belegschaft heißt es, dass nach den Kürzungen der vergangenen Jahre ohnehin nichts Anderes erwartet worden war.

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