Berlin -

Die „neuen“ Antiallergika standen in der vergangenen Allergiesaison erstmals im Fokus. Nun zieht auch Fairmed nach und launcht ein entsprechendes Produkt: Levocetirizin Fairmed ist in drei Packungsgrößen erhältlich und macht den bereits vorhandenen Vertretern Konkurrenz.

Desloratadin und Levocetirizin gelten als „neue Antiallergika“. Die Vorgänger Cetirizin und Loratadin sind bereits seit vielen Jahren auf dem Markt und haben sich zur Behandlung von allergischen Beschwerden fest etabliert. In diesem Jahr kamen erstmals die „Updates“ in die Beratung. Alle vier Wirkstoffe gehören zur Gruppe der Antihistaminika – Desloratadin und Levocetirizin sollen jedoch weniger Nebenwirkungen verursachen. Viele Patient:innen bevorzugen die neuen Wirkstoffe, da sie weniger müde machen.

OTC-Switch bringt Levocetirizin in die Regale

Am 3. Juli hatte der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht die Entlassung von Levocetirizin zu 5 mg aus der Rezeptpflicht empfohlen. Die Expert:innen stimmten dem Switch einstimmig zu, denn das Sicherheitsprofil des Arzneistoffes lasse sich vom seit mehr als 25 Jahren auf dem Markt befindlichen Cetirizin (10 mg) ableiten. Neu sei der schnellere Wirkeintritt. In Belgien, Finnland und Ungarn war der Wirkstoff bereits ohne Rezept erhältlich. Treibende Kraft für den OTC-Switch von Levocetirizin war Hexal, denn der Konzern aus Holzkirchen hatte den Antrag gestellt.

Levocetirizin ist mittlerweile von verschiedenen Herstellern im Markt: Hexal und 1A Pharma machten den Anfang und auch UCB brachte sein ursprüngliches Original-Präparat Xusal als freiverkäufliche Variante in den Handel. Es folgten zahlreiche Generika unter anderem von Aliud, Betapharm, AbZ, Ratiopharm und Stada. Nun kommt mit Levocetirizin Fairmed eine weitere Alternative hinzu.

Der Hersteller bietet das Antiallergikum in drei Packungsgrößen an – 20, 50 und 100 Tabletten sind erhältlich. Wie gewohnt beträgt die Wirkstärke 5 mg Levocetirizin. Die kleinste Einheit hat einen AVK von rund 9 Euro, 50 Stück liegen bei knapp 20 Euro und die große Packung kostet etwa 35 Euro. Damit liegt das Generikum preislich im Mittelfeld. Der Auftritt erfolgt im gewohnt klassischen Fairmed-Design.

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