Wörwag verklagt Gehe

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Berlin - Der Generikahersteller Wörwag hat weiterhin Schwierigkeiten, seine neuen Einkaufskonditionen im Markt durchzusetzen. Der Großhändler Gehe ist offenbar nicht bereit, die Skontokürzung hinzunehmen. Im Juni trifft man sich vor Gericht.

Wörwag hatte bereits Anfang 2015 die Konditionen gegenüber den Großhändlern angepasst. Der Skontosatz für Rx-Produkte wurden von 2 auf 0,5 Prozent gesenkt, dafür wurde das Zahlungsziel von acht auf 20 Tage verlängert. Betroffen ist auch die Tochterfirma AAA-Pharma. Der Hersteller begründete dies mit dem drastischen Verfall der Nettopreise und -umsätze infolge der Rabattverträge.

Die Großhändler wollten das nicht einfach so hinnehmen. Die Genossenschaft Noweda hatte schon im Februar 2015 die Kürzung an die Apotheken weitergegeben und damit den Druck auf Wörwag erhöht. Zudem drohte die Genossenschaft, die Freiwahlartikel von Wörwag im Mai des vergangenen Jahres auszulisten. Bei Phoenix und Sanacorp sowie einzelnen privaten Großhändlern waren Produkte von AAA Pharma im Mai ebenfalls nicht erhältlich.

Gehe hat dem Vernehmen nach einen anderen Weg gewählt und weiter zu den alten Konditionen bestellt. Bei den Rechnungen wurde demnach der vorher übliche Skontosatz verrechnet. Wörwag hat den Großhändler nach Informationen von APOTHEKE ADHOC deswegen verklagt. Vor dem Landgericht Stuttgart wird im Juni verhandelt.
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