Die Kooperation Easy-Apotheke hat im vergangenen Jahr vom starken Rx-Geschäft profitiert. Das Wachstum der Apotheken mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln lag bei 20 Prozent. Im OTC-Geschäft wurde die Dynamik vom Vorjahr wegen der anhaltenden Konsumflaute nicht erreicht: Das Wachstum mit apothekenpflichtigen Präparaten sowie Freiwahlprodukten ging leicht zurück.
Insgesamt erzielten die angeschlossenen Apotheken einen Umsatz von rund 655 Millionen Euro, ein Plus von 14 Prozent. 2025 gab es 147 Kooperations-Apotheken, aktuell sind es 149 Standorte. „Während die Zahl der Apotheken in Deutschland weiter sinkt und viele Standorte vor wirtschaftlichen Herausforderungen stehen, konnten die Easy-Apotheken ihre Marktposition weiter ausbauen“, heißt es vom Unternehmen. Im OTC- und Freiwahlsegment verzeichnete der Verbund ein langsameres Wachstum von 5 Prozent (zuvor 8 Prozent). Grund dafür seien eine schwächere Erkältungs- und Infektionssaison sowie eine ausbleibende Grippewelle.
Zu den wesentlichen Wachstumstreibern zählten laut Unternehmensangaben die hohe Lieferfähigkeit, erfolgreiche Vermarktungsaktionen sowie die konsequente Verbindung von stationärer Beratungskompetenz mit digitalen Angeboten. Auch die fortschreitende Etablierung des E-Rezepts und der Ausbau des E-Commerce-Geschäfts der Apotheken wie Click-and-Collect-Shops trugen demnach zur positiven Entwicklung bei. Der darüber generierte Umsatz im Non-Rx-Bereich stieg gegenüber dem Vorjahr um 33,4 Prozent.
Die Zahl der über die App eingelösten Rezepte erhöhte sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um 138 Prozent, insbesondere durch die Einführung der CardLink-Funktion. Gleichzeitig gewann die App deutlich an Bedeutung – nach dem Relaunch stiegen die Nutzerzahlen im Jahr 2025 um 87 Prozent.
„Unsere Apotheken verbinden persönliche Beratung vor Ort mit digitalen Services und bieten Kundinnen und Kunden damit ein verlässliches Gesundheitsangebot“, sagte der Vorstandsvorsitzende Lars Horstmann. „Wir nutzen die digitale Transformation konsequent, um den Wandel hin zu einer vernetzten und individualisierten Gesundheitsversorgung aktiv mitzugestalten – online und offline.“
APOTHEKE ADHOC Debatte