Rx-Boni

DocMorris verschenkt Ibu 600 Alexander Müller, 20.11.2017 15:24 Uhr

Berlin - DocMorris lässt derzeit wenig unversucht, um an Neukunden zu kommen. Zur Not werden verschreibungspflichtige Arzneimittel komplett verschenkt, wie ein aktueller Testkauf zeigt. Außerdem stellt die niederländische Versandapotheke auch Privatversicherten falsche Quittungen aus. Wegen dieser Methode sowie eines mutmaßlichen Verstoßes gegen den Datenschutz wurde DocMorris jetzt erneut abgemahnt.

Der Kunde hatte sein Privatrezept über eine Packung Ibuprofen von 1A mit 600 mg Wirkstoff nach Heerlen geschickt und einen Gutschein aus der Tageszeitung kommentarlos mit in den Freiumschlag gesteckt. DocMorris gewährt Neukunden bei solchen Aktionen regelmäßig 10 Euro Rabatt, sofern sie ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel bestellen. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht.

Die Schmerztabletten stellte DocMorris zunächst mit 12,32 Euro in Rechnung. Davon wurden zunächst 2,50 Euro in der Zeile „Verrechnung Vorteile“ abgezogen. Das ist der normale Rx-Bonus, den die Zur Rose-Tochter bei jedem verschreibungspflichtigen Arzneimittel gewährt. In diesem Fall ist zusätzlich ein „Gutscheinabzug“ von 9,82 Euro aufgeführt. Die Schlussrechnung ist einfach: Der Zahlbetrag beläuft sich 0,00 Euro. DocMorris hat das Arzneimittel verschenkt.

Anders als auf dem Gutschein angekündigt, wurde der Restbetrag – in diesem Fall 18 Cent – allerdings nicht dem Kundenkonto gutgeschrieben. In dieser Übersicht ist nur der Rezeptbonus von 2,50 Euro aufgeführt, der für die aktuelle Erstbestellung aber auch sofort wieder in Abzug gebracht wurde. Das Kundenkonto steht damit ebenfalls wieder auf Nu

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