Walgreens Boots Alliance

Pessina: 1000 Apotheken mehr oder weniger Patrick Hollstein, 04.11.2015 09:08 Uhr

Berlin - Um sich die US-Apothekenkette Rite Aid einzuverleiben, ist Stefano Pessina zu großen Zugeständnissen bereit. Auf bis zu 1000 Apotheken würde der Chef von Walgreens Boots Alliance (WBA) verzichten, um die Zustimmung der Behörden zu erhalten. Spätestens in einem Jahr muss die Transaktion aber unter Dach und Fach gebracht sein. Sonst platzt der Deal.

Etwa 9,4 Milliarden US-Dollar zahlt WBA für Rite Aid mit 4600 Filialen; unter Berücksichtigung übernommener Schulden liegt das Gesamtvolumen sogar bei 17,2 Milliarden Dollar. Mit rund 12.900 eigenen Filialen würde seinem Konzern künftig jede fünfte Apotheke im Land gehören: Rund 23.000 unabhängigen Apotheken stehen knapp 20.000 Filialen der großen Ketten gegenüber sowie 9000 Supermärkte und 8000 SB-Warenhäuser mit angeschlossenem Apothekenschalter.

Laut Pessina ergänzen sich die beiden Ketten geografisch hervorragend: Vor allem in Kalifornien und im Nordosten kann WBA mit Rite Aid weiße Flecken schließen. Sollten die Behörden dennoch Bedenken anmelden, wäre der Konzernchef bereit, bis zu 1000 Filialen abzugeben. Auch andere Geschäftsbereiche können im Zusammenhang mit der Übernahme verkauft werden, solange ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Dollar nicht überschritten wird.

Bis zum 27. Oktober 2016 soll der Deal abgeschlossen sein; unter bestimmten Umständen kann die Frist bis zum 27. Januar 2017 verlängert werden. Obwohl die Aktionäre erst noch zustimmen müssen, wurden bereits hohe Vertragsstrafen vereinbart: Sollte eine der beiden Parteien von der Übernahme zurücktreten, werden jeweils 325 Millionen Dollar fällig. Rite Aid muss WBA in jedem Fall bis zu 45 Millionen Dollar für den entstandenen Aufwand ersetzen. Bläst dagegen Pessina den Deal ab und schmiedet stattdessen mit einem Dritten ein Bündnis, muss er Rite Aid sogar 650 Millionen Dollar zahlen.
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