Tropensturm Florence

Kleine Apotheke trotzt Hurrikan APOTHEKE ADHOC, 19.09.2018 09:04 Uhr

Berlin - Hurrikan Florence legte in den betroffenen US-Bundesstaaten auch die medizinische Versorgung weitgehend lahm. Nach der vom Gouverneur verfügten Evakuierung schlossen beinahe alle Apotheken von South Carolina. Nur eine kleine Apotheke in Summerville trotzte den Stürmen.

Die plötzliche Verfügung von Gouverneur Henry McMaster schnitt manche Patienten vom Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten ab, berichtet der Sender ABC. Bis auf Publix machten alle wichtigen Apothekenketten ihre Filialen dicht. „Das geschah sehr plötzlich, die Geschäfte schlossen über Nacht oder sehr früh am Morgen“, berichtete Doug Baldwin, Leiter der Krankenhausapotheke des Trident Medical Center.

Tausende von Rezepten konnten nicht mehr eingelöst werden, die Arzneimittel verschwanden unerreichbar hinter den Ladengittern. Die Situation sei für Patienten sehr frustrierend gewesen. „Jeder tut sein Bestes, aber wenn du dein Insulin und deinen Blutdrucksenker nicht bekommst, stellt dich das vor wirkliche Herausforderungen“, so Baldwin. Die Patienten mussten zum großen Teil auf die Krankenhäuser ausweichen. Das wiederum bereitete den Medizinern dort Probleme, nicht alle erforderlichen Medikamente seien in der erforderlichen Stückzahl vorhanden gewesen.

Eine kleine Vor-Ort-Apotheke entschloss sich, trotz der Evakuierungsanordnung die Türen offen zu halten. Die Guerin's Pharmacy in Summerville hatte laut Bericht in den letzten 140 Jahren vielen Stürmen die Stirn geboten, darunter 1989 dem verheerenden Hurrikan Hugo. In den Tagen vor der Ankunft vor Florence habe sie schon 450 Patienten neu versorgt, zwei Drittel mehr als sonst üblich, berichtete Inhaberin Barbara Dunning. „Die Menschen dachten sich, dass sie all ihre Arzneimittel dabei haben müssen, wenn sie womöglich ihre Häuser verlassen müssen.“ Während des Sturms schoben ihre Mitarbeiter 12-Stunden-Schichten, um der Tausenden von zusätzlichen Rezepten Herr zu werden. Schäden trugen weder die Apotheke noch die Mitarbeiter davon.

Aus den Ereignissen müsse man lernen, sagt Dunning. Es könne nicht sein, dass nur eine kleine Apotheke alle Sturmnotfälle bediene. Das findet auch der Apothekerverband des Bundesstaats, die South Carolina Pharmacy Association. Gerade die großen Apothekenketten seien gefordert, sich künftig an der Ernstfallkoordination zu beteiligen.

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